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Heftige Kämpfe, wilde Schießereien und coole Sprüche – Das sind nur ein paar von vielen Eigenschaften eines typischen Actionfilms. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem beliebten Genre?

Ich habe mich in der Facharbeit „Klatretøsen – Die Wirkung und Bedeutung der Genrehybridisierung von Kinderfilm, Actionfilm und Heist-Movie“ genauer mit dem Actionfilm auseinander gesetzt und die wesentlichen Aspekte des Genres aufgezählt.

Der Actionfilm

Der Actionfilm (von engl. action: „Handlung, Bewegung“) ist ein eigenständiges Filmgenre und „ein Bestandteil im Kanon eines »Kinos der Attraktionen«, das die Ausstellung von Schauwerten über das Erzählen von Geschichten stellt.“[1]

Es zeichnet sich dadurch aus, dass die äußere Handlung meistens durch spektakuläre Darstellungen von Kampfszenen vorangetrieben wird. Laut Michael Gruteser liegen die Ursprünge des Genres im Kriminalfilm. So ist Action „ursprünglich ein dem Kino immanentes Motiv, aus dem sich in den 60er Jahren ein eigenständiges Genre entwickelt [hat].“[1] In den Geschichten des Genres geht es häufig um den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse, der vor allem in der visuellen Darstellung seinen Höhepunkt findet.

In „Reclams Sachlexikon des Films“ werden die wesentlichen Charakteristika des Genres aufgeführt: „Action bedeutet Bewegung in der bewegten Fotografie des Kinos: die Fortbewegung des Körpers in Akrobatik und Kampf und die Bewegung von Transportmitteln […] und schließlich die Bewegung des Geschosses […] und die Explosion des Einschlags.“[1]

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Typische Elemente für Actionszenen sind Kämpfe, Gewalt, Schießereien, Stunts, Verfolgungsjagden und Explosionen in Konfliktsituationen, in der Menschen gegen Menschen, Maschinen oder ausgewöhnliche Wesen kämpfen. „Es gilt, blitzartige Reflexe zu zeigen, schneller zu sein als die anderen, Tempo bestimmt die Auseinandersetzung.“[1]

Actionfilme zeichnen sich zudem durch einen starken visuellen Stil aus: Extreme Perspektiven, starke Kontraste, viele Kameraeinstellungen und ein schneller Schnittrhythmus sind typische Eigenschaften für die Vertreter des Genres. Besonders hervorzuheben ist das genretypische Stilmittel der Parallelmontage, die eine parallele Handlung oder die Bewegung zweier Objekte und ihren unvermeidlichen Zusammenstoß suggeriert.

In Actionfilmen dominieren Werte wie Tempo, Stärke, Geschicklichkeit und Humor. „Somit wird Action zu einem erzählerisch involvierenden Mittel, das über die selbstgenügte Funktion als Attraktion hinausgeht.“[1]

Das Genre erzählt weniger über die Geschichte die Handlung, sondern über die Handlung die Geschichte. So gilt Action als „eine der physischen Erscheinungswesen des Kinos, die das Publikum auf äußerste erregen kann.“[1]

(Text: Negenborn, Daniel: Klatretøsen – Die Wirkung und Bedeutung der Genrehybridisierung von Kinderfilm, Actionfilm und Heist-Movie, Facharbeit vom 15.04.2016 | Artikelbild© membio / photodune.net)


[1] Koebner, Thomas (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films. 2. Auflage, Reclam Stuttgart 2007, S. 13-14.

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel A. Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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