Anzeige

DEAD ENDS ist ein Filmmagazin für den Horror- und den phantastischen Film von Mike Blankenburg.

Das Magazin erscheint alle zwei Monate und beinhaltet u.a. Besprechungen von Mainstream und Blockbuster-Filmen über B- und Trash-Movies bis hin zu Klassiker und Neuheiten, die entweder im Kino anlaufen oder neu auf DVD und/oder BLURAY veröffentlicht werden.

Ich habe mich mit Mike über das Magazin DEAD ENDS und die kommende Ausgabe Nr.7 unterhalten.

Hallo Mike. Bitte stellt dich meinen Lesern kurz vor.

Mein Name ist Mike Blankenburg, ich bin ein im Herzen jung gebliebener 40-jähriger Filmfan und Familienvater.

Nach beruflichen Stationen u.a. im Bereich Marktforschung sowie Marketing, Presse und Kommunikation bei zwei großen deutschen Energieunternehmen habe ich mit diesem Background mein Hobby zum Beruf gemacht und mich auf den An- und Verkauf von DVDs und BRs, hauptsächlich seltenerer Titel, spezialisiert.

dead-ends-logoIrgendwann ergab sich die Möglichkeit zusammen mit Helmut Brandl DEAD ENDS zu machen. Der dreht gemeinsam mit seinen Geschwistern unter dem Label BRANDL PICTURES am laufenden Band Independenfilme verschiedenster Genres wie EINE ZEIT ZU TÖTEN, UND SIE KEHRTEN NIEMALS WIEDER oder der in Fankreisen zum Kult avancierten MOOR-MONSTER.

Helmut besorgt Layout, Titelbild- und Seitengestaltung, ich den Großteil der redaktionellen Beiträge. Wir ergänzen uns perfekt und schaffen zu zweit das, wofür andere Magazine einen mehrköpfigen Redaktions- und Mitarbeiterstab haben.

Seid einiger Zeit gibt es das Filmmagazin „Dead Ends“. Was steckt dahinter?

dead-ends-bild1DEAD ENDS ist eine Alternative zu den anderen wenigen Genremagazinen am Markt. Dabei ist es für mich wichtig, keine Konkurrenz zu sein, sondern für den kleinen Anteil der Hardcore-Filmsammler, Genrekenner und Festival-Besucher eine Ergänzung darzustellen. Aus diesem Grund sind Filmauswahl und Themenschwerpunkte, bis auf wenige Ausnahmen, vollkommen andere Titel als in den bekannten Magazinen.

Allgemein widmen wir uns den Perlen des klassischen Genrekinos, Klassikern wie auch B – und Trash-Movies ebenso wie zeitgenössischen Filmen und fokussieren uns dabei auch auf die deutsche Independentszene. Es gibt nämlich fernab vom Brei, den der deutsche Genrefilm regelmäßig in die Kinos spukt, durchaus eine Szene mit talentierten Filmemachern und tollen Ideen,die um jeden Cent kämpfen und betteln müssen, um ihre Ideen auch verwirklichen zu können. Und wenn sie es geschafft haben, sollen sie auch entsprechende Erwähnung finden und dem Publikum vorgestellt werden. Dafür steht unter anderem DEAD ENDS.

Um natürlich ein vielseitiges und für jedermann interessantes Heft zu gestalten, besprechen wir auch den einen oder anderen Mainstream-Titel, versuchen aber überwiegend kleinere Nischenlabels und ihre Titel vorzustellen, die man gar nicht so auf dem Schirm hat. Genremäßig konzentrieren wir uns vorrangig auf alles Phantastische aus dem Horrorbereich, aber auch Thriller, Action und Erotik haben ihren Stellenwert im Magazin.

Was fasziniert dich so an diesem Thema?

Das ist, finde ich, eine schwierige Frage. Ich bin auf jeden Fall froh noch der Generation anzugehören, die mit Filmen aufgewachsen ist, die noch Charme, Klasse und Atmosphäre versprühten. Ich bin Old School eingestellt und kann mit dem Effekt-Brimborium aus dem PC, der das zeitgenössische Mainstream-Publikum vor Staunen das Popcorn aus dem Mund spucken lässt, nichts anfangen. Bombastische Effekte ersetzen weder Atmosphäre noch Spannung. Das sieht man an den aufgemotzten Remakes von Klassikern – Effekte ohne Ende, hochglanzpoliert, aber ohne Seele und Herzblut. Mich fasziniert am Film allgemein der Einfallsreichtum, altbekannten Themen immer wieder neue Facetten abgewinnen zu können und vor allem im Independentbereich mit nichts sehr viel zu erreichen.

Anzeige

Was war deine Motivation das Magazin ins Leben zu rufen?

Es war eigentlich nicht meine Idee, ich wurde damals gefragt, ob ich Lust hätte an so einem Projekt mitzuwirken. Für jemanden, der schon immer leidenschaftlich gern geschrieben hat, war das eine Selbstverständlichkeit. Dann stieg der eigentliche Gründer aus und DEAD ENDS schien bereits vor dem ersten Atemzug gestorben. Aber nicht mit mir! Mit Helmut habe ich einen zuverlässigen Partner gefunden, mit dem es Spaß macht, trotz des Stresses, zusammen zu arbeiten und etwas zu machen, das die Leute mögen und wertschätzen. Das ist nicht mit materiellen Dingen aufzuwiegen.

Ich wollte schon immer ein Drehbuch oder einen Roman schreiben – jetzt ist es halt ne Zeitschrift geworden. Und da die DEADLINE mich nicht wollte, mache ich nun mein eigenes Magazin. That´s Life! Die Ursprungs-Idee und der Titel stammen zwar nicht von mir, aber das, was DEAD ENDS seit 7 Ausgaben auszeichnet, ist meine Vorstellung eines etwas anderen Filmmagazins. Und darauf bin ich stolz und Helmut dankbar, denn ohne ihn würde es DEAD ENDS nicht geben.

gewinnspiel-dead-ends-filmmagazin

Am 13.05.16 erscheint die 7. Ausgabe des Magazins. Worum geht es in der Ausgabe?

dead-ends-ausgabe-7Schwerpunktmäßig ergründen wir in einem mehrseitigen Special die Psyche der Frau und stellen ein paar der blutrünstigsten Psychopathinnen der Filmgeschichte vor. Dabei gehen wir bis 1955 zurück, beleuchten auch ein paar bislang in Deutschland nicht veröffentlichte Filme und besprechen gleichzeitig drei Neuheiten – und anderem KNOCK KNOCK von Eli Roth.

Darüber hinaus die übliche Mischung aus Filmvorstellungen aktueller Veröffentlichungen, Interviews und einem Retro-Teil.

Wohin soll es in Zukunft gehen, welche Pläne hast du?

Wünschenswert wäre die 1000er-Lesermarke zu knacken, wobei ich für unser kleines Projekt mit der Anzahl der Leser und der bisherigen Abonnenten mehr als zufrieden bin. Dass fast alle für 2016 ihr Abo verlängert haben zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und DEAD ENDS mit seiner Art und der Nähe zum Leser zu begeistern vermag.

Ansonsten bin ich bestrebt mit meinen tollen Redaktionsmitgliedern und Helmut auch weiterhin das jetzige Niveau zu halten und ich bin ganz besonders froh und stolz darüber, ab Ausgabe 9 für eine neue Kolumne TENEBRARUM-Autor Martin Beine gewonnen zu haben.

Zum Schluss noch eine Frage: Was sind deine wichtigsten Tipps für einen gelungenen Horrorfilm-Abend?

Natürlich die passende Filmauswahl und da hat sich DEAD ENDS für viele Leser zu einer Fundgrube entwickelt. Wir setzen uns zwar kritisch mit den Titeln auseinander, geben aber an den Leser größtenteils Empfindungen und Eindrücke zum Film wieder. Da jeder einen individuellen Geschmack hat entscheidet der Leser letzten Endes selbst, was gut oder schlecht ist. Oft empfehlen wir einen Kauf, in den seltensten Fällen raten wir ab.

Zurück zur Frage: Ein guter Film, ein eiskalter Drink, was leckeres zum Naschen und vielleicht gute Freunde zum anschließenden Austausch. Hauptsache der Film unterhält – das ist das Wichtigste. Und da ist egal, wer ihn gemacht hat und wie viel Budget verbraucht wurde.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zum Magazin DEAD ENDS gibt es auf der offiziellen Website www.dead-ends.de.

Anzeige

Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
Google+

Hi, mein Name ist Daniel Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.