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Kamera studieren – Was im ersten Moment aufregend und spannend klingt, ist meistens mit viel Arbeit und Ausdauer verbunden. Doch wie ist eigentlich so ein „Kamera-Studium“ und wie steht es später um die beruflichen Chancen?

Lars Gottschalk studiert seit Oktober 2014 „Film und Fernsehen“ mit dem Schwerpunkt „Kamera“ in Hamburg.

Ich habe mich in einem kurzen Interview mit Lars über seine Motivation, sein Filmstudium und seine Zukunftspläne unterhalten.

Im Interview: Kamerastudent Lars Gottschalk

Hallo Lars. Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.

Hallo, mein Name ist Lars Gottschalk, ich bin 21 Jahre alt und Student der Hochschule „die medienakademie“ in Hamburg-Tonndorf. Derzeit besuche ich den Studiengang „Film und Fernsehen“ mit Spezialisierung auf „Kamera“.

Ich filme viel Privat und mittlerweile auch beruflich. Im Privaten Rahmen fokussiere ich mich auf Natur- und Landschaftsfilm.

Lars Gottschalk - Foto: Lars Gottschalk

Lars Gottschalk

Was fasziniert dich so am Thema „Film“?

„Film“ ist für mich nicht nur das Erschaffen anderer Welten, sondern auch das Abbilden der Realität und der Informationsübertragung. Daher haben mich Naturdokumentationen schon immer interessiert.

Seit Oktober 2014 studierst du „Film und Fernsehen“ in Hamburg. Wie kam es dazu?

Ich bin seit Oktober 2014 in der Medienakademie angemeldet und aktuell im dritten Semester. Da ich während meines Abiturs noch recht ziellos war, habe ich mich nach Praktikumsplätzen in den verschiedensten Bereichen umgesehen. Dazu gehörte sogar ein Praktikum als Tierpfleger im Osnabrücker Zoo.

Letzlich konnte ich meine Begeisterung für Kameras bei einem Tag der offenen Tür des lokalen Fernsehsenders „Os1.tv“ entdecken. Obwohl der Sender Ende des Jahres leider in die Insolvenz ging, hatt der Sender alles was ich mir damals wünschen konnte: Tägliche Drehs mit interessanten Menschen, Studio-Sendungen mit Live-Regie, professionellen Schnittsyteme (Media Composer) sowie verschiedene Kameras. Damals konnte ich mich erfolgreich bewerben und wusste sofort, was ich den Rest meines Lebens machen wollte.

Warum hast dich für den Studiengang Kamera entschieden?

Da ich während meines Praktikums viel über die Arbeit mit der Kamera lernen, sowie einzigartige Erfahrungen mit Mensch und Natur (durch meine Arbeit als Videojournalist) sammeln konnte, war die Richtung schon lange klar.

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Eine Ausbildung, wie z.B. die zum Mediengestalter, welche meiner bisherigen Tätigkeiten in der Berichterstattung am nächsten kam, erschien mir zu allgemein. Zudem wollte ich unbedingt einmal ein Student sein. Also suchte ich nach passenden Studienplätzen und fand mit dem Studiengang „Film und Fernsehen“ mit der Spezialisierung „Kamera“, genau meine persönliche Wunschrichtung.

Was erhoffst du dir von deinem Studium?

Kamera an einer Klippe - Foto: Lars GottschalkFür mich dient das Studium nur sekundär zur Weiterbildung, da ich mich außerhalb bedeutend umfassender weiterbilden kann. Man erlernt aber vor allem wichtige Grundkenntnisse.

Doch am Wichtigsten sind die Dozenten und Menschen, die man trifft, also die Kontakte, die geknüpft werden. Denn ohne die hat man nur sehr schwer eine Chance, nach dem Studium in der Branche einen Fuß zu fassen. Die Hochschule „die medienakademie“ bietet in dieser Hinsicht reichlich Möglichkeiten – Man muss Sie nur ergreifen.

Wenn du dein Studium abgeschlossen hast, was möchtest du danach machen?

Mein Ziel ist es irgendwann in den Dokumentarbereich einzusteigen, bevorzugt in Amerika. Um dies zu erreichen, werde ich eben dort ein dreimonatiges Praktikum bei einer Produktionsfirma absolvieren.

Im Anschluss folgt ein Reise-Jahr durch das Land, bis hin nach Kanada und Alaska. Ziel ist es, die Sprache perfekt zu meistern, eine Dokumentation einen über längeren Zeitraum zu erstellen und viel zu erleben.

Zum Schluss noch eine Frage: Was sind deine wichtigsten Tipps für angehende Kamerastudenten?

Man sollte sich immer seiner Sache sicher sein. Die Arbeit als Kameramann ist ein sehr unsicheres Gewerbe. Meist ist man selbständig und hat daher kein regelmäßiges Einkommen, was langfristig gerade bei der Familienplanung zu beachten ist. Dazu kommen noch unregelmäßige Arbeitszeiten.

Um wirklich herauszufinden, ob einem die Arbeit liegt, empfehle ich jedem ein längeres Praktikum in dem Bereich zu absolvieren und sich nicht direkt nach der Schule an einer Uni einzuschreiben.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zum Thema „Filmstudium“ gibt es in der Artikelserie „Film studieren“.

(Artikelbilder: © Lars Gottschalk)

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel A. Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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2 Responses

  1. Buse

    Hallo,

    Ich habe eine Frage: Wo können wir Kamerastudenten in NRW finden? Gibt es dafür Internetseiten? Wisst ihr was davon? Wir brauchen dringend einen Kameramann.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Buse

    Antworten
    • Daniel Negenborn
      Daniel Negenborn

      Hallo Buse,

      wenn Ihr nach einem Kamermann in NRW sucht, kann vor allem die Website http://www.crew-united.de sehr hilfreich sein. Dort gibt es eine Suchfunktion, wo auch das Bundesland ausgewählt werden kann.
      Wenn es unbedingt ein Kamerastudent aus NRW sein muss, würde ich empfehlen, die dementsprechenden Hochschulen direkt anzuschreiben. Die haben meistens einen Verteiler und leiten die Frage direkt an die Studenten weiter.
      Ich hoffe, ich konnte helfen.

      Beste Grüße,
      Daniel

      Antworten

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