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Wer ein Drehbuch schreiben möchte, steht oft vor vielen Fragen: Wie kommt man auf die richtigen Ideen und was muss man beachten? Was ist kreativer Freiraum und was muss auf jeden Fall rein? Und vor allem: Wie schreibt man eigentlich ein Drehbuch? 

Diese Fragen hat sich Tom Schäfer zu Herzen genommen und vor einiger Zeit die Website Drehbuchschreiben.org ins Leben gerufen. Jetzt folgte in Zusammenarbeit mit Kai Cuballa das erste E-Book „Vom Kopfkino zum Drehbuch“.

Ich habe mich im Interview mit Tom über die Idee zur Website, das E-Book und die Ziele von Drehbuchschreiben.org unterhalten.

Hallo Tom. Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.

Ich bin Tom, ursprünglich gelernter Marketingfachmann, komme aus Nordhessen und betreibe mit meinen Kollegen und Drehbuchautoren Kai Guballa und Dennis Koch das Projekt DrehbuchSchreiben.org.

Seit einger Zeit gibt deine Website „Drehbuchschreiben.org“. Was findet man dort?

drehbuchschreiben-org-websiteAuf DrehbuchSchreiben.org finden Interessierte erste Infos zum Thema Drehbuchschreiben. Hierzu haben wir einige praxisorientierte Blogartikel geschrieben, gehen auf die Frage ein, was es überhaupt bedeutet ein Drehbuch zu schreiben und gehen auf die grundlegenden Fragen zum Drehbuchschreiben ein, die eine Zusammenstellung aus Leserfragen, Crashkurs-Fragen, Forenfragen aus dem Internet, Emailfragen und eigenen anderen Fragen sind.

Des weiteren stellen wir auf unserer Webseite weitere Infos und Tipps zu Herausforderungen für alle angehenden Drehbuchautoren bereit. Neue Inhalte werden auf unserer Webseite regelmäßig erstellt und bestehende aktualisiert.

Für alle, die eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum eigenen Drehbuch suchen, gibt es unseren kostenlosen Drehbuch-Crashkurs. Alle Teilnehmer des Crashkurses erhalten am Ende des 7-tägigen Email-Kurses noch ein kleines Treue-Geschenk als Dankeschön.

Vor kurzem hast du dein erstes eigenes E-Book „Vom Kopfkino zum Drehbuch“ veröffentlicht. Was steckt dahinter?

Oft weiß man so viel, dass man nicht weiß, womit man anfangen soll. Unser E-Book „Vom Kopfkino zum Drehbuch“, welches mit 12 Drehbuchautoren und Filmschaffenden, Dozenten und Studenten produziert wurde, dient als Leitfaden und nimmt Dich als angehenden Drehbuchautoren „an die Hand“. Daher versteht sich unser E-Book als eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Erstellung des ersten eigenen Drehbuches. Alle 10 Kapitel bauen sequenziell aufeinander auf und festigen das Gelernte nach jedem Kapitel mit Praxisübungen.

e-book-vom-kopfkino-zum-drehbuchVon unseren Testlesern und Käufern haben wir bisher die Rückmeldung bekommen, dass gerade die Übungen nach den Kapiteln sehr hilfreich und sich das E-Book somit interaktiv „durcharbeiten“ lässt. Da uns der Praxisbezug beim E-Book besonders wichtig ist, haben wir neben der Schritt-für-Schritt Anleitung noch ein komplettes Übungsdrehbuch eingebaut, welches anschließend mit Fragen und Antworten aufgelöst wird. So sieht man als angehender Drehbuchautor nicht nur, wie ein Drehbuch aufgebaut wird, sondern kann auch direkt testen und überprüfen, ob man das Gelernte schon verinnerlicht hat.

Unsere Leser dürfen einen lebendigen und zeitgemäßen Stil mit vielen übersichtlichen und hilfreichen Infoboxen, Listen und Tabellen, Grafiken & Skizzen sowie konkreten Beispielen und Tipps aus der Praxis erwarten.

Mir persönlich war es bei der Produktion des E-Books wichtig, dass man es nicht einfach von A-Z durchliest, sondern interaktiv mit dem E-Book arbeiten kann. Spaß und Lernerfolg an der Erstellung des eigenen Drehbuches, das ist unser Ziel. Im Prinzip geht es um die Fähigkeiten und Denkmuster erfolgreicher Drehbuchautoren und wie Du diese direkt von Anfang an erlernen.

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Was war deine Motivation das E-Book zu schreiben?

Während ich die Webseite DrehbuchSchreiben.org nebenbei betrieben habe, habe ich eine Umfrage gemacht, um herauszufinden, was unsere Leser eigentlich von unserer Webseite erwarten. Die Leser auf der eigenen Webseite mit einzubeziehen und aktiv in Kontakt zu treten ist meiner Meinung nach eine der am meist unterschätzten Möglichkeiten. Mein Vorteil war natürlich, dass ich schon einige Besucher auf der Webseite hatte, um eine Umfrage mit aussagekräftigen Werten machen zu können.

Herausgekommen bei der Umfrage ist, dass unsere Leser gerne einen kostenlosen Crashkurs zur Erstellung ihres eigenen Drehbuches haben wollen. Neben dem Wunsch nach weiteren Blogartikeln gab es hohe Nachfrage nach einem kompakten E-Book. Die Leser haben entschieden – Und genau das haben wir dann auch gemacht.

Wie lief die Umsetzung des E-Books? Welche Herausforderungen und Probleme gab es?

ueber-mich-bloggenZunächst habe ich mit einschlägiger Fachliteratur u.A. von Oliver Schütte, Syd Field, Nicole Mosleh und Christopher Keane die grundlegenden Techniken eines funktionierenden Drehbuches erarbeitet. Einfach eine technische Anleitung, wie man ein Drehbuch schreibt, war aber nie unser Ziel. Von Anfang an war klar, dass dies weder zeitgemäß ist, noch sich gegen die etablierten Werke der o.g. Drehbuchautoren durchsetzen kann.

Während der Produktion des E-Books stand ich mit über 100 (!) Drehbuchautoren und Filmschaffenden, Dozenten und Studenten in Kontakt. Neben etablierten und erfahrenen Drehbuchautoren waren mir die Stimmen von Studenten und angehenden Drehbuchautoren ebenfalls sehr wichtig, um zu wissen, was die Fragen und Probleme junger Drehbuchautoren, und solchen die es werden wollen, sind.

Ich denke, dass genau das die größte Herausforderung war: Neben dem wirklich immensen Zeitaufwand, alle Meinungen und Kritiken, die ich zum E-Book erhalten habe, unter einen Hut zu bringen, war es eine spannende Herausforderung eine klare Linie im E-Book zu behalten.

Insgesamt haben es 12 weitere Stimmen und Meinungen ins E-Book geschafft. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für die enge Zusammenarbeit bei Michael Rösel, Dozent Werbe-film 2 & Studienkoordinator Serien-Producing der Filmakademie Baden-Württemberg bedanken. Ebenso bei meinem Co-Autor und Drehbuchautor Kai Guballa, der das Feedback sehr gut strukturiert in das E-Book eingearbeitet hat.

Wie sieht es mit Feedback aus? Gibt es schon erste Resonanzen?

Die bisher meisten Rückmeldungen stammen von Schülern, Studenten, Quereinsteigern und angehenden Drehbuchautoren. Wir freuen uns sehr, dass genau diese Merkmale wie das interaktive Arbeiten am Drehbuch, die Schritt-für-Schritt Anleitung, die den Leser „an die Hand nimmt“ und der Blick über den Tellerrand auch unseren Lesern gut gefallen.

Neben der Ideenfindung- und Ausarbeitung, dem Schreibprozess an sich werden am Ende des E-Books nämlich auch Fragen beantwortet, wie ich meine langfristigen Motivation in den Griff bekomme, wie ich etwa mit Kritik umgehe und was ich eigentlich mache, wenn das Drehbuch fertig ist.

Wohin soll es in Zukunft gehen, welche Pläne hast du?

Filmskript schreiben - Foto: sunshinesites.comMit dem Launch und dem ersten Feedback sind wir schon sehr zufrieden. Um die Inhalte unserer Webseite, des Crashkurses und des E-Books weiterhin zu verbessern, stehen wir in regelmäßigen Austausch mit unseren Crashkurs-Teilnehmern und freuen uns über Hinweise, Ideen und Kritik. Die Crashkurs-Teilnehmer (es sind schon über 800) werden informiert, wenn es neue Inhalte gibt. Ansonsten stehen wir gerade mit einigen Unis, lokal- und Fachzeitungen in Kontakt.

Zum Schluss noch eine letzte Frage: Was sind deine wichtigsten Tipps, um ein gutes Drehbuch schreiben zu können?

Diese Frage ist natürlich immer in Bezug auf das Expertise-Level des angehenden Drehbuchautoren zu beantworten. Für alle, die ihr erstes Drehbuch schreiben wollen, ist es wohl am wichtigsten, die Rahmenbedingungen abzustecken und seine eigene Herangehensweise, Struktur, Voraussetzungen und Ziele zu finden.

Stephen King zum Beispiel schreibt jeden Tag 2.000 Wörter. Du könntest beispielsweise ab jetzt jeden Tag eine halbe Stunde früher aufstehen als sonst und morgens schreiben. Du kannst aber auch jeden Tag um 14 Uhr, 18 Uhr oder um 23 Uhr schreiben. Wichtig ist nur, dass du jeden Tag schreibst, denn das tägliche Schreiben trennt die Spreu vom Weizen.

Als ich mit Kai und Dennis den Crashkurs erstellt habe, haben wir überlegt, welches wohl die erste größte Hürde beim Drehbuchschreiben ist. Aus diesem Grund haben wir dem Thema Rahmenbedingungen und Struktur die erste Lektion des Crashkurses gewidmet. Alle darauffolgenden Lektionen bauen auf dieser Lektion auf.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zum Drehbuchschreiben gibt es auf Drehbuchschreiben.org. Alle Infos zum E-Book findet man auf der offiziellen E-Book-Seite.

(Artikelbild: drehbuchschreiben.org)

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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2 Responses

  1. Josefine

    Schade, dass es schon vorbei ist. Gibt es vielleicht irgendwann noch ein Gewinnspiel? Könnte man mich per Email benachrichtigen?

    Antworten
    • Daniel Negenborn
      Daniel Negenborn

      Hallo Josefine,

      die Gewinnspiele erscheinen je nach Thema in unregelmäßigen Abständen, d.h. es wird auch in Zukunft weitere Gewinnspiele geben 🙂

      Zudem ist ab Beginn nächsten Jahres ein kostenloser Newsletter geplant, der u.a. über kommende Gewinnspiele informiert.

      Gruß, Daniel

      Antworten

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