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„Positiv ist Negativ (AT)“ ist ein geplanter Spielfilm von Nachwuchsregisseur Florian von Bornstädt, der aktuell mitten in der Vorproduktion steckt.

Der Streifen handelt von zwei Paaren, die sich nach einem einmonatigen Partnertausch treffen, um ein Resumée zu ziehen. Doch als eine der Frauen einen Schwangerschaftstest macht, stellt das Ergebnis die Anwesenden vor eine große Probe…

Ich habe mich im Interview mit Florian über den geplanten Spielfilm, die Drehvorbereitungen und angesteuerten Ziele unterhalten.

Im Interview: Regisseur Florian von Bornstädt

Florian von Bornstädt

Florian von Bornstädt

Florian von Bornstädt ist Regisseur und Drehbuchautor von „Positiv ist Negativ (AT)“.

Im Interview spricht er über die Idee zum Film, die Vorbereitungen und die angesteuerten Ziele.

Hallo Florian. Dein letzter Kurzfilm „Er war wieder da“ ist wieder eine Weile her. Wie ist es dir seither ergangen?

Er war wieder da“ läuft seit März ja nun auf diversen Filmfestivals und wir bekommen Gottseidank positive Resonanzen zurück von den Leuten, die ihn sehen. Ich hatte echt ein wenig Angst, dass der Film vielleicht zu speziell sein könnte. Aber ich bin sehr froh, dass er gut aufgenommen wird.

Die beste Reaktion war von einer Frau, die danach sehr überrascht war, dass ich so jung bin – da der Film so „alt“ und „gereift“ wirkt in dem, was er ausdrückt. Das hat mich sehr gefreut und keinen Monat nach der Premiere habe ich meinen dritten Kurzfilm gedreht: „Das Kartenhaus des Aktmalers“ – mal wieder im schönen Hamburg. Auch hier wieder ein kleines stilles Drama.

Dein neuer Film „Positiv ist Negativ“ steckt bereits voll in der Planung. Worum geht es in dem Film?

positiv-ist-negativ-set1In „Positiv ist Negativ“ – so zumindest erstmal der Arbeitstitel – geht es um zwei Paare, die sich auf einen Partnertausch eingelassen haben und nach vier Wochen ein Resumée ziehen wollen. Sie treffen sich an einem neutralen Ort, einer Ferienhütte, und wollen jeweils ein Fazit ziehen. Dann merkt jedoch Janina, dass sie ihre Tage nicht bekommen hat und macht einen Schwangerschaftstest. Dessen Ergebnis löst daraufhin hitzige Diskussionen aus und stellt auch Entscheidungen, die alle treffen wollten, vor die große Probe.

Was genau fasziniert dich so an diesem Thema?

Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Faszination ist, aber es ist auf jedenfall dieser Gedanke… Wir suchen alle nach dem großen Glück. Aber keiner weiß eigentlich, wie dieses Glück aussieht und wir glauben auch, dass wir das große Glück in diesen klassischen Konzeptionen finden werden: Ehepartner, Haus und Kind. Aber wert hat dieses Idealbild festgelegt? Ich persönlich bin auch Vertreter der Monogamie, aber warum glauben wir, dass wir nur mit dieser glücklich werden? Manch einer wird nun mal glücklicher mit der Polygamie, oder andere widerum wollen gar keine feste Beziehung und sind glücklich und solche Themen werden u.a. diskutiert in der Gruppe.

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Natürlich immer mit einem kleinen Augenzwinkern und hier und dort auch einem neckischen gesellschaftskritischen Kommentar.

Wie bereitest du dich und dein Team auf das geplante Projekt vor?

Positiv ist Negativ (AT) - FilmMachen.deEs ist echt schwierig. Wir sind alle zeitlich sehr eingebunden und da ich in Hannover lebe, mein Produktionsteam in Hamburg und zwei der Schauspieler in Berlin, laufen unsere Produktionsmeetings überwiegend über Skype ab – was aber erstaunlich gut funktioniert. Daher wird wohl auch die erste Lesung mit den Schaspielern nun via Videokonferenz abgehalten.

Was ist dir bei diesem Film besonders wichtig?

Es ist mein erster Spielfilm. Ich weiß nicht… muss ich noch mehr sagen? Es setzt mich innerlich schon sehr unter Druck, da ich natürlich nicht irgendeine Grütze vorweisen will. Der Film soll eben durch seine Thematik gleichermaßen ernstgenommen, aber auch humoristisch aufgefasst werden und ich habe gemerkt, wie schwer es ist lustige Dialoge zu schreiben – aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Was waren die bisher größten Herausforderungen bei „Positiv ist Negativ“?

Wir stehen immer noch vor einer: Die Finanzierung. Wir haben zwar unser Minimalbudget erreicht, aber das ist halt wirklich das, was es heißt: Minimalbudget. Es dürfte absolut nichts schief gehen und es muss an der einen oder anderen Ecke ein wenig gespart werden.

Daher hoffen wir, dass bis Drehstart vielleicht noch bisschen mehr Geld zusammenkommt, damit wir alle Departments gerecht Geld zuschieben können – darunter fallen übrigens keine Gagen.

Wie kann man euch bei dem Film unterstützen?

Aktuell läuft auf Indiegogo noch unsere Crowdfunding-Kampagne. Im Zuge dieser Kampagne haben wir auch mit den Schauspielern kleine Videos gedreht, wo sie bereits ihre Rollen darstellen – diese Videos sind meist erstmal exklusiv bei Facebook online gestellt wurden und wurden da unzählige Male geteilt. Der Humor scheint also ganz gut anzukommen.

Deswegen ist es uns umso wichtiger bei Indiegogo vielleicht noch das eine oder andere an Geld sammeln zu können.

Positiv ist Negativ (AT) - FilmMachen.de

Was ist für die Zukunft von „Positiv ist Negativ“ geplant? Wird man den Film nach der Fertigstellung zu sehen bekommen?

Ich glaube jeder, der einen Film dreht, träumt davon, dass sein Film im Kino laufen wird und den Traum verfolgen wir – also mein Produzent Marc Fábrega und Ich – natürlich auch. Die Chancen sind zwar gering, aber träumen darf man ja noch, oder?

Ansonsten hoffen wir natürlich auf eine Festivalauswertung und das der Film zumindest so von vielen gesehen wird.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zum geplanten Film gibt es bei indiegogo.com und auf der offiziellen Facebook-Seite von „Positiv ist Negativ“.

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel A. Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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