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Eine guten Drehort zu finden, ist nicht immer so leicht, wie es klingt. In den meisten Fällen gibt es eine Vielzahl von logistischen Herausforderungen, die es zu überwinden gilt.

In diesem Artikel beschäftige ich mich mit den 8 wichtigsten Punkten, die man bei jeder Drehortbesichtigung beachten sollte.

Zudem gibt es eine ausführliche Location-Checkliste (als PDF) zum Download.

Gute Drehorte finden – Kein leichtes Ziel

Einen wirklich guten Drehort zu finden ist nicht leicht. Dafür gibt es (leider) zu viele Dinge, die berücksichtigt werden müssen.

Die Wahl des Drehorts ist immer der erste Schritt, bevor es an die genaueren Planungen geht. Außerdem beeinflusst die Wahl der Location die Kosten des Films, die in direkter Abhängigkeit zum Aufwand stehen. Aus diesem Grund sollte lieber etwas mehr Zeit in die Locationsuche investiert werden, denn der gesamte Film kann mit der Location stehen oder fallen.

Im Folgenden beschäftige ich mich mit den wichtigsten 8 Dingen, über die jeder Drehort verfügen sollte. Am Ende des Artikels findet ihr die Location-Checkliste zum kostenlosen Download.

1. Erkundung

Eine gute Filmlocation finden

© V. Drießen / AuthenticSnaps.com

Um eine gute Location für eine Filmszene zu finden, benötigt es oft viel Zeit, Geld und Geduld. Doch unabhängig davon, ob man selbst nach einem passenden Drehort sucht oder einen Locationscout engagiert; man sollte auf jeden Fall einmal selbst vor Ort gewesen sein.

Hat man nicht die Chance vor Drehbeginn die Location zu besuchen, sollte man dennoch versuchen, so viel wie möglich über die Örtlichkeiten in Erfahrung zu bringen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn alles organisiert ist und dann etwas wegen mangelnden Informationen vor Ort nicht funktioniert!

2. Parkmöglichkeiten

Unabhängig von der Größe des Filmteams muss jeder wissen, wo er in der Nähe parken kann und wie viel es kostet. Parkprobleme können eine Menge an Produktionszeit fressen und das wirkt sich schlecht auf den gesamten Dreh aus. Deswegen sollten vorher alle Parkmöglichkeiten begutachtet werden, sodass es zu keinen Parkproblemen kommen kann.

Bei größeren Filmteams können schnell spezielle Parkmöglichkeiten gebraucht werden. Doch selbst mitten in London wäre es rein theoretisch möglich mit einer riesigen Filmcrew zu parken – Man muss sich nur vorher darum kümmern und nicht erst zu Drehbeginn.

3. Strom

Stromquellen sind eines der größten Probleme bei einem Filmdreh im Freien – entweder man legt lange Kabelstrecken, auf die genau geachtet werden muss oder man setzt auf einen Generator, der allerdings sehr laut sein kann.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich vor Drehbeginn über die Stromquellen am Drehort zu informieren. Denn wird dies vorher nicht getan, kann es den Abbruch des gesamten Drehtages zur Folge haben.

4. Versorgung

Sobald es Schauspieler gibt, wird ein Ort benötigt, an dem sie sich vorbereiteten und zurückziehen können. Dasselbe gilt für das gesamte Filmteam. Der Zugang zu Versorgung und Sanitäranlagen ist elementar wichtig und wird an jedem Drehort benötigt.

Örtliche Turn- oder Dorfhallen sind eine gute Möglichkeit, um das gesamte Team vor Ort unterzubringen.

5. Nebengeräusche und Licht

Tonaufnahmen können durch Geräusche gestört werden, die zunächst gar nicht auffallen könnten. Vor allem in der Nähe von Flughäfen, Bahnhöfen, Häfen, Industrieanlagen oder Militärplätzen können schnell ungewollte Störgeräusche auftreten. Deswegen sollte bei jeder Location auch die Umgebung überprüft werden.

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Dasselbe gilt für das Thema Licht. Bei der Besichtigung eines potenziellen Drehortes könnten fremde Lichtquellen, wie Industrie, Städte, Autobahn, etc. zunächst nicht auffallen, später beim Dreh jedoch stören.

Aus diesem Grund sollte die Besichtigung eines Drehortes immer um die Uhrzeit stattfinden, bei der auch später gedreht werden soll. Dann kann man zeitlich-bedingte Störgeräusche und Lichtquellen gezielt einplanen und umgehen.

6. Equipment und Wetter

Vor dem Filmdreh sollte genau fest stehen, was alles benötigt wird und wo es gelagert werden kann. Denn hohe Luftfeuchtigkeit, schwerer Regen oder Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können bei Aussendrehs das Equipment schnell außer Kraft setzten.

Deswegen empfiehlt es sich dringend, vorher einen geschützten Platz für die Technik zu finden und regelmäßig den Wetterbericht zu lesen.

7. Risikobewertung

An gefährlichen oder speziellen Drehorten sollte man vorher alle potenziellen Gefahren überprüft haben. Bei größeren Filmproduktion muss oft sogar nachgewiesen werden, dass alle Gefahrenquellen beurteilt und beseitigt bzw. freigegeben worden sind.

Eine gute Risikobewertung ist für jedes Motiv sehr wichtig und kann vor lebensgefährlichen Situationen schützen.

8. Gebühren und Genehmigungen

An manchen Orten wird eine Drehgenehmigung benötigt. Für welche Plätze genau eine Genehmigung benötigt wird, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Generell gilt, dass Dreharbeiten auf einem Privatgelände immer eine Drehgenehmigung voraussetzt.

Doch auch wenn keine Genehmigung benötigt wird, kann eine schriftliche Bestätigung zusätzliche Sicherheit geben. So kann niemand im Nachhinein behaupten, er hätte das Grundstück gar nicht zur Verfügung gestellt.

Und auch an öffentlichen Plätzen können Gebühren fällig werden. Hier gilt es sich vorher über die örtlichen Voraussetzungen zu informieren.

Location-Checkliste als PDF-Download

location-checklist-pdf-downloadDamit man bei der Location-Suche auch nichts Wichtiges vergisst, habe ich eine Location-Checkliste mit 25 Punkten in 4 Kategorien zusammengestellt, die man leicht vor Ort mitnehmen und abhaken kann.

So vergisst man nichts wichtiges und kann sich gut vorbereitet in die Dreharbeiten stürzen.

Der Download der Liste ist selbstverständlich kostenlos und erfolgt direkt über den Server von Film Machen. Die Liste kann von jedem ohne Genehmigung verändert, weitergegeben oder erweitert werden.

Für Fragen oder Änderungsvorschläge bitte das Kontaktformular nutzen.

Drehorte finden – Das Fazit

Ein Drehort, der alle wichtigen Bedingungen erfüllt, gibt es nur recht selten. In den meisten Fällen geht es darum, die vorhandenen Probleme der Drehorte abzuwägen und sich auf alle Schwierigkeiten vorzubereiten.

Und selbst wenn man nicht die Möglichkeit hat, die Location vor Drehbeginn zu besichtigen, sollte man dennoch alle möglichen Informationen sammeln und sich so ein Bild von den Örtlichkeiten machen.

Die Location-Checkliste umfasst insgesamt 25 Punkte, die dabei helfen können, die Location auf alle wichtige Voraussetzungen zu überprüfen.

Es gilt: Umso mehr Informationen über die Location vorliegen, desto mehr kann man sich auf den Dreh vorbereiten. Und gleichzeitig sinkt die Chance, dass etwas unerwartet schief geht.

(Artikelbilder: authenticsnaps.com)

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel A. Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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