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Fast jeder von uns hatte schon mal eine Idee für einen Film. Doch eine wirklich gute Filmidee zu finden, ist vor allem für Unerfahrene nicht leicht.

Schnell wird etwas kopiert, frei nach dem Motto: „Lieber gut kopiert, als schlecht selbst gemacht.“ Doch es gibt deutlich bessere Möglichkeiten, gute Ideen zu finden.

Dieser Artikel ist für alle, die lieber selber denken wollen anstatt zu kopieren und für diejenigen, die bei der Ideensuche nicht mehr weiter wissen.

Filmideen finden – Was bedeutet das?

Eine Idee für einen guten Film zu entwickeln bedeutet nicht zwanghaft, eine Geschichte zu schreiben, die es so noch nie gab. Natürlich wäre das perfekt. Aber bei so vielen Filmen die täglich erscheinen, ist das fast unmöglich.

maedchen-laptopDaher sollte man von Anfang an mit realistischen Vorstellungen an die ganze Sache herangehen. Eine Filmidee kann dabei ganz verschiedene Dinge bedeuten. Zum Beispiel, sich nicht von bestimmten Genreklischees ablenken zu lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Horrorfilm, bei dem alle Charaktere immer das Richtige tun? Oder ein Film, bei dem die Hauptperson in der Mitte des Films stirbt? Beide Beispiele gibt es übrigens schon.

Wenn man einen Abenteuerfilm drehen möchte, wird man wohl nicht der einzige Filmemacher sein, dessen Hauptcharakter sich durch einen Dschungel kämpft. Aber vielleicht wird man der einzige Filmemacher sein, in dessen Geschichte der Dschungel nur in den Gedanken des Protagonisten vorhanden ist und gar nicht wirklich existiert.

Ein gutes Beispiel ist der Film „Avatar“. Die Geschichte eines Fremden, der ein naturverbundenes Volk kennen und lieben lernt, ist nicht neu. Bereits in Filmen wie „Pocahontas“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ wird genau diese Geschichte erzählt. Doch noch nie wurde eine solche Geschichte auf einem fremden Planeten zwischen Mensch und Alien auf eine so spirituelle Art und Weise erzählt. Die grundsätzliche Idee war also alt, die Idee der Umsetzung und die Art und Weiße der Erzählung, neu.

Das ist eine gute Möglichkeit für alle, die keine „noch nie erzählte“ Geschichte schreiben können. Und das werden die meisten sein.

Eine gute und einzigartige Idee zu finden bedeutet also, bestimmte Elemente in eine Geschichte einzubauen, die es so noch nicht gab und die den Film zu etwas Besonderem machen. Oder sogar wirklich etwas zu finden, was es noch nie gab.

Warum ist eine eigene Filmidee eigentlich so wichtig?

Filmidee finden - Foto: Tim Reckmann / agentur 59Wie bereits oben erwähnt, kopieren viele Filmer gute Ideen, weil sie selber keine haben. Das ist nicht unüblich und wird oft und gerne gemacht. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um ein Musikvideo, ein Kurzfilm oder ein Spielfilm handelt.

Der Diebstahl von geistigem Eigentum ist modern und mittlerweile zum Trend geworden. Gute Ideen werden damit immer seltener. Der deutsche Showmaster Rudi Carrell sagte einmal:

„Eine gute Idee erkennt man daran, dass sie geklaut wird.“

Doch trotz all der Ideendiebe, hat sich eines im Verlauf der Geschichte gezeigt: Gute Filmideen (und natürlich auch gute Umsetzungen) kommen immer besser an, als eine Geschichte, die man schon Tausend Mal gesehen hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass wenn man eine Filmidee gefunden hat, tagelang das Internet nach Filmen durchsuchen muss, nur um sicher zu gehen, dass man nicht „ausversehen“ geklaut hat. Viele Ideen entwickeln sich an verschiedenen Orten zu selben Zeit. Das ist ganz normal und nicht abwendbar. Wirklich sicher sein kann man sich also nie, dass man der einzige „Autor“ einer Filmidee ist.

Allerdings sollte man sich bewusst werden, dass eine gute Idee den Film zu etwas Besonderem macht. Und genau das möchte man doch erreichen. Niemand möchte monatelange Arbeit in einen Film stecken, der eine Kopie einer Kopie einer Kopie ist. Das ist langweilig, uneffektiv und zeugt von Faulheit.

Aus genau diesem Grund ist es wichtig, selber eine gute Idee zu entwickeln. Einzigartigkeit zahlt sich früher oder später immer aus!

Tipps für eine eigene Filmidee

Es gibt viele Möglichkeiten eine gute, erzählenswerte Geschichte zu entwickeln. Dazu gehören natürlich die Klassiker wie Brainstorming, Mind Mapping und all die anderen Sachen, die man in der Schule lernt. Oft helfen diese Methoden auch um erste Ansätze zu finden. Aber wem das auf Dauer zu langweilig ist, der wird sich schnell nach neuen Möglichkeiten zur Ideenfindung umsehen.

Bevor man einfach krampfhaft versucht, eine Idee zu finden kann man sich vorab ein paar Fragen stellen, um bereits eine grobe Richtung zu erkennen.

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• Was bewegt dich momentan?
Was bewegt dich? Dies ist wohl einer der ersten Fragen, die du dir stellen solltest. Über was denkst du oft nach? Was macht dir Spaß bzw. über was machst du dir Sorgen? Diese Fragen lassen oft schon erste Ansätze einer ungefähren Richtung erkennen und können sehr hilfreich bei der Suche sein.

• Warum möchtest du einen Film machen?
Diese Frage mag zwar auf den ersten Blick etwas seltsam erscheinen, sie ist dennoch sehr wichtig. Man sollte sich bewusst sein, warum man unbedingt einen Film machen möchte. Denn wenn man den Film nur machen möchte, um ein Star zu werden, sollte man es sich lieber zweimal überlegen. Die eigene Motivation zu kennen, ist ein großer Vorteil für spätere Ideen.

• Welche Art von Film?
Was für ein Genre soll dein Film haben? Soll es ein Actionfilm oder doch lieber ein Liebesfilm sein? Eine ungefähre Richtung sollte man vor der eigentlichen Ideenfindung bereits kennen. Sie hilft bei dem späteren Verlauf der Ideensuche und setzt bereits erste Eckpfeiler für die Geschichte. Auch die ungefähre Länge des geplanten Films sollte bekannt sein. Sie kann ebenfalls helfen, die spätere Suche einzugrenzen. Meistens stehen diese Antworten jedoch vor der eigentlichen Idee fest, überhaupt einen Film machen zu wollen.

• Was möchtest du erreichen?
Auch diese Frage, solltest du dir am Anfang stellen. Möchtest du bloß dein Youtube-Kanal erweitern oder möchtest du berühmt werden und Geld verdienen? Oder möchtest du lieber mit deinem Film zum Denken anregen? Die Antwort zu kennen, ist sehr hilfreich.

• Was steht dir zur Verfügung und wer hilft mit?
Vorher zu wissen was man hat, ist elementar wichtig. Wenn man nur eine kleine Digitalkamera besitzt, braucht man gar nicht von einem abendfüllenden Kinospielfilm zu träumen. Besser ist es realistisch zu bleiben und sich zu fragen, was man mit dem zur Verfügung stehenden Mitteln verwirklichen kann. So setzt man automatisch Grenzen für spätere Ideen.

• Was ist die Zielgruppe?
Wen möchtest du mit deinem Film erreichen? Diese Frage ist sehr wichtig und sollte relativ am Anfang feststehen. Wenn du einen Film für die ältere Generation machen willst, brauchst du wahrscheinlich gar nicht an Action- oder Kung-Fu-Filme zu denken. Machst du einen Film für Leute in deinem Alter, dann informier dich was diese Leute beschäftigt. Bestimmte Motive des Lebens tauchen unterschiedlich oft in den Altersgenerationen auf. Junge Leute verspüren öfter Liebesschmerz und Ältere machen sich wahrscheinlich mehr Gedanken um die Altersvorsorge.

• Was noch?
Diese grundsätzlichen Fragen erleichtern die Suche nach einer Idee bzw. einem groben Ideengerüst ungemein. Und das kann später erheblich weiterhelfen. Stell dir selbst Fragen über deinen zukünftigen Film und du wirst sehen, wie die Ideen von ganz alleine kommen.

Ich weiß nicht mehr weiter! – Tricks für fehlende Motivation

Wie oft habe ich genau das selbst gedacht, wenn ich an einem Drehbuch für einen Kurzfilm saß. Man will schreiben, aber man weiß nicht was. Das kann auf Dauer ziemlich deprimierend werden und man verliert schnell die Motivation.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, gibt es ein paar kleine Tricks um fehlende Motivation und Konzentration wieder wett zu machen.

• Weitermachen
Regel Nummer Eins ist „Weitermachen“. Warum? Wer bei der Ideenfindung nicht mehr weiter weiß und lieber mit seinen Freunden einen trinken geht, der wird nicht weit kommen. Man muss ein wenig Ehrgeiz entwickeln und sich selbst zur Arbeit zwingen.

• Mögliche Ablenkungen
Ist man einmal in der Phase, in der man nicht mehr weiter weiß, kann jede Kleinigkeit ablenken. Da reicht das Klingeln des Handys, eine Meldung bei Facebook oder sogar leise Hintergrundmusik. Das sollte man von vorneherein bedenken und alle möglichen Störungen vermeiden. So bleibt man konzentrierter bei der Sache.

• Kurze Pausen machen
Kurze Pausen sind elementar wichtig. Wer zehn Stunden lang vor einem leeren weißen Blatt Papier sitzt, wird wahnsinnig. Deswegen sollte man Pausen machen, auch wenn man in den letzten zwei Stunden nicht den Hauch einer Idee zu Papier gebracht hat. Das Wichtigste: Nach der Pause auch wieder weitermachen.

• Ziele setzen
Eine gute Möglichkeit um sich selbst zu motivieren, ist sich kleinere Ziele zu setzen. Mach dir einen Plan, bis wann du welche Elemente einer Geschichte entwickelt haben willst. Oder lege bestimmte Wochentage und Uhrzeiten fest, in denen du an deiner Filmidee arbeiten möchtest. Regelmäßiges Arbeiten führt zu besseren Ergebnissen.

Nur wer Fehler macht, lernt dazu!

Fehler machen ist ganz normal und vor allem sehr wichtig. Wer die ganze Zeit über denkt, er hätte nur großartige Ideen ans Licht gebracht, wird früher oder später damit auf die Schnauze fallen. Denn niemand ist perfekt und keiner kann einfach so eine Idee aus der Hosentasche ziehen.

Man darf keine Angst haben einen Fehler zu machen. Ohne Fehler würde man nicht weiterkommen! Am besten man fängt früh an, diese Tatsache zu akzeptieren. Dann kann man sich auch ohne große Enttäuschungen an die Ideenfindung machen.

Mehr zum Thema Filmideen gibt es unter filmidee.de. Viel Glück bei der Ideensuche!

(Artikelbild: © Corinna Dumat / pixelio.de | 1. Bild im Artikel: © authenticsnaps.com | 2. Bild im Artikel: © Tim Reckmann)

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Über den Autor

Daniel Negenborn
Filmstudent
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Hi, mein Name ist Daniel A. Negenborn. Ich bin Filmstudent, Mediengestalter Bild und Ton, Hobbyfotograf und Blogger - Hier im Blog schreibe ich über alles, was mit dem Thema Filmemachen zu tun hat. Dabei teile ich u. a. meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, gebe Tipps & Tricks zum selbstständigen Filmen und stelle angehende Filmemacher vor.

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Eine Antwort

  1. Louise

    Hi, vielen dank für den tollen Beitrag, genau das habe ich gesucht.
    Etwas Motivation ist immer gut. Wir haben darüber nachgedacht eine Filmproduktion in unser Projekt einzubeziehen, sind dazu übergegangen, den Produktionsteil selbst zu stemmen und Bremen allein zu wuppen, um schließlich wieder bei dem Gedanken zu landen, die Filmproduktion abzugeben, damit wir uns auf den kreativen Teil konzentrieren können.

    Ziele und wenn es Daten sind, helfen immer dabei, etwas zu verwirklichen. Der Kurzfilm soll in einer anderen Zeit spielen und die Beleuchter rätseln gerade über den Practicals.
    Vielen dank für die Motivation.

    Antworten

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