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Das Filmskript oder auch Drehbuch ist ein wichtiges Bindeglied in der langen Kette von der Idee bis zum fertigen Kinofilm.

Als wichtige Vorlage dient es dazu, die besondere Szenerie, die Dialoge und die Handlungen zu beschreiben.

Dementsprechend hat das Filmskript eine enorme Bedeutung – vielleicht ist es sogar höher anzusiedeln, als die Arbeit des Regisseurs oder Dramaturgen.

Zwar können und werden in den meisten Fällen im Rahmen der Vorproduktion noch letzte Änderungen am Drehbuch vorgenommen, dennoch müssen Konzeption und das Verfassen eines Filmskriptes von Anfang an überzeugen.

Kommt es zu einer Ablehnung, ist das Schicksal und somit das Ende eines Films nahezu besiegelt – ein Problem für viele Autoren von Romanen, die als sogenannte Romanvorlage für einen Film dienen sollen, da diese zwar alle Regeln der Belletristik beherrschen, jedoch nicht mit dem Schreiben eines Drehbuches vertraut sind.

Was gehört in ein Drehbuch?

Drehbuch schreiben: Wie schreibt man ein gutes Drehbuch? www.FilmMachen.deFür das Umarbeiten eines Romans zu einem Filmskript ist Kreativität, Weitsicht und Erfindungsgabe gefragt. Der Drehbuchautor benötigt ein gutes Gespür für eine klare Ausrichtung der späteren Szenerie und muss – je nach Fortschritt des Castings – bereits Monologe und Dialoge auf verpflichtete Schauspieler münzen.

Drehbuchautoren, die nicht das Privileg haben, berühmten Schauspielern eine Rolle auf den Leib zu schneidern oder wenn der Cast noch nicht feststeht, haben es in diesem Fall noch schwerer. Hier ist gute Menschenkenntnis, ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen und Empathie von Nöten, um sich in die Charaktere des Romans versetzen zu können, so dass das Skript die zentralen Szenen, Dialoge und Monologe enthält. Für die Details ist in der Regel in einem nachgelagerten Schritt der Dramaturg zuständig, der für eine weitreichende und detailreiche Ausstattung des Szenenbildes verantwortlich ist.

Zudem ist es für einen Drehbuchautor wichtig, die unterschiedlichen Ansprüche des Publikums an ein gewisses Genre zu kennen. So sollte ein Skript für einen Krimi die logischen Erklärungsmuster und die vielfältigen psychologischen Aspekte betonen, ein Actionfilm-Skript vor allem auf energiegeladene Szenen setzen und ein Drehbuch für einen Fantasy-Film mystische Elemente nutzen. Genauso verhält es sich bei Sitcoms, die durch den Witz, Charme und das Zusammenspiel der Charaktere überzeugen müssen.

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Romanvorlagen – das Problem der Komplexität

Bücher - Foto: sunshinesites.comNahezu jeder Zuschauer einer Buchverfilmung kennt das – Szenen oder sogar ganze Passagen aus dem Buch fehlen auf der Leinwand komplett. Das liegt daran, dass es schlichtweg unmöglich ist, das gesamte Werk mit seinen komplexen Handlungen, tiefgreifenden Hintergrundinformationen und Verwicklungen wiederzugeben.

Hier kann die Vorlage durchaus etwas vage bleiben, da sich der Roman-Autor die Phantasie der Leser zunutze machen kann, die es erlaubt, im Kopf detaillierte Szenen zu schaffen. Aus diesem Grund steht und fällt ein Filmskript mit den Ideen des Drehbuchautors – selbst dann, wenn diese beispielsweise durch einen Romans vorgegeben sind.

Was, wenn ich kein guter Drehbuchautor bin?

Selbst Autoren von erfolgreichen Romanen stehen manchmal vor einem großen Problem, wenn es um die Umsetzung zu einem Drehbuch oder Filmskript geht. Nicht jeder Autor ist zwangsläufig ein guter Drehbuchautor. Aus diesem Grund stehen Autoren immer wieder großen Hürden gegenüber – Kreativität auf Knopfdruck liefern zu müssen, knapp bemessene Abgabetermine und fehlende Ideen sind die Hauptprobleme.

Hier schaffen Drehbuch- und Skript-Ghostwriter Abhilfe. Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur das Schreiben von Filmskripten – sie helfen mit einem weiteren Augenpaar, einsetzender Betriebsblindheit des Drehbuchautors vorzubeugen.

Skript-Ghostwriter können ein bereits verfasstes Drehbuch fachmännisch bewerten oder sogar selbst als Drehbuch-Autor im Hintergrund tätig sein. Ghostwriter verfügen auf diesem Gebiet über jede Menge Erfahrung im Umgang mit komplexen Handlungssträngen und sind in der Lage – im engen Dialog mit dem Autor der Buchvorlage – entscheidende Impulse zu liefern.

Mehr Informationen zum Thema Drehbuch gibt es im Artikel „Drehbuch schreiben“ und auf drehbuchschreiben.org.

(Artikelbild: © Valentin Drießen / sunshinesites.com)


Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Roland Franke.

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Über den Autor

Gastautor Dr. Roland Franke
Akademisches Ghostwriting

Dr. Roland Franke, Inhaber der Dr. Franke-Consulting bietet seit 1988 akademisches Ghostwriting für Unternehmen, Autoren sowie Privatpersonen an und arbeitet für Kunden der Disziplinen Literatur, Wirtschaft, Politik, Forschung und Verwaltung. Zu Beginn der 90er Jahre prägte Dr. Franke maßgebend den Begriff des „Akademischen Ghostwritings“, welcher sich auf das kompetente und wissenschaftliche Arbeiten hochqualifizierter Texter und Akademiker der Dr. Franke-Consulting bezieht.

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Eine Antwort

  1. StoryKunst

    Zunächst muss sich jeder angehende Autor klar machen, wie er eine gute Story schreiben kann oder besser gesagt, was eine gute kennzeichnet. Erst dann kann er sich entscheiden, für welches Medium (Prosa, Bühne, Leinwand) er schreiben möchte.
    Das Adaptieren eines Romans in ein Drehbuch ist schwierig, weil der Autor das Psychische in Handlung umwandeln muss.
    Ich denke nicht, dass die Komplexität eines Romans dafür verantwortlich ist, dass Szenen im Prozess ausgelassen werden.
    Der Roman zeichnet sich durch die Gedankengänge aus, die der Leser sehen kann. Dort liegt seine Stärke. Der Film jedoch zeichnet sich durch physische Bewegung aus. Deshalb ist das Adaptieren so schwierig. Einige Szenen, die sich im Roman ausschließlich im Kopf der Figuren abspielen, sind in einem Drehbuch nicht zu realisieren.

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