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Home»Tipps und Tricks»Musik & Ton»20 Grundlagen für gute Tonaufnahmen

20 Grundlagen für gute Tonaufnahmen

von Daniel Negenborn18. Dez.. 20141 Kommentar6 Min. Lesezeit
KI-Bild | DALL·E
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Gute Tonaufnahmen im Film sind mindestens genauso wichtig wie spannende und gut gestaltete Bilder. Insbesondere in der heutigen Zeit spielt die Qualität der Bild- und Tonaufnahmen eine immer wichtigere Rolle.

Doch gerade bei Tonaufnahmen werden dieselben Fehler immer wieder gemacht. Und das obwohl es heißt: „Der Zuschauer verzeiht weniger Fehler im Ton, als im Bild“.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich in diesem Artikel mit den 20 wichtigsten Grundlagen bei der Erstellung von Tonaufnahmen für Film und Video und gebe Tipps, wie man die typischen Fehler vermeidet.

Die wichtigsten Grundlagen für gute Tonaufnahmen

1. Ton ist mindestens genauso wichtig wie Bild.
Jeder gute Filmemacher sollte wissen, dass Bildfehler eher von Zuschauer „verziehen“ werden, als Tonfehler. Deswegen sollte man auf Ton genauso viel Wert legen, wie auf das Bild.

2. Es gibt viele Wege, um guten Ton zu produzieren.
Und wer alle Wege kennt, hat die besten Möglichkeiten, um guten Ton aufzunehmen. Aus diesem Grund sollte man sich intensiv mit dem Thema „Ton“ auseinander setzen. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig!“

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3. Besorg dir das beste Equipment, was du kriegen kannst.
Ist doch eigentlich logisch, oder? Natürlich ist teureres Equipment nicht immer besser als günstigeres, aber meistens. Es gilt: Besseres Equipment = Besserer Ton.

4. Benutze immer ein externes Mikrofon.
Diese Regel hat ihren Grund: Externe Mikrofone sind besser zu handhaben, die Tonqualität ist besser, es gibt verschiedene Charakteristika, man kommt näher an die Tonquelle usw. Es gibt wesentlich mehr Gründe für ein externes Mikrofon, als für ein internes.

5. Benutze ein internes Mikrofon nur, wenn es nicht anders geht.
Aber auch nur dann, wenn es wirklich nicht anders geht. Und da man sich eigentlich immer irgendwo ein Mikrofon leihen kann, braucht man wirklich eine verdammt gute Ausrede, um das interne Mikrofon zu rechtfertigen. Grundsätzlich gilt: Betrachte das interne Mikrofon als „nicht vorhanden“!

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6. Kontrolliere immer den Ton, bevor du aufnimmst.
Auch wenn das für die meisten eine Selbstverständlichkeit ist, sollte man es niemals vernachlässigen. Dazu bietet es sich an, die Szene einmal komplett „durchzuspielen“ und so den Ton im Voraus zu kontrollieren.

7. Überprüfe mögliche Störquellen.
Achte vor jeder Aufnahme auf Umgebungs- und Störgeräusche. Vor allem dann, wenn man länger an einem Drehort ist. Der Grund: Potenzielle Störgeräusche (z.B. Autobahn in der Nähe) werden irgendwann vom Gehirn ausgeblendet und nicht mehr bewusst wahrgenommen.

8. Kontrolliere immer den Ton, während du aufnimmst.
Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick eine Selbstverständlichkeit ist, ist die Tonkontrolle während der Aufnahme ein entscheidendes Kriterium für guten Ton. Dabei sollten immer gut isolierte Kopfhörer verwendet werden und die Lautstärke nicht „zu laut“ gestellt werden.

9. Arbeite nur mit motivierten und ausdauernden Leuten zusammen.
Nichts ist schlimmer als ein Tonassistent, der nach zehn Minuten die Angel nicht mehr halten kann und sich mehr für die nächste Pause, als für den Film interessiert. Dein Ton kann nur so gut werden, wie dein Team es zulässt.

10. Benutze einen Windschutz.
Vor allem natürlich dann, wenn du draußen drehst. Es kaum etwas „amateurhafteres“ als Windgeräusche im Ton.

11. Achte immer auf den Tonpegel.
Auch das wird leider immer wieder vernachlässigt, obwohl es den gesamten Film ruinieren kann. Niemand will einwandfreie und saubere Tonaufnahmen die viel zu leise gepegelt sind, denn verstärkt man diese Aufnahmen später am Computer, sorgt man meist selbst für Störgeräusche (z.B. Rauschen).

12. Sei nah an der Tonquelle.
Wer nah an der Tonquelle ist, hat definitiv bessere Chancen auf klaren, sauberen Ton und weniger Umgebungsgeräusche.

13. Vermeide störende Geräusche.
Der Tonassistent sollte alle potenziellen Gefahren für den Ton sofort erkennen. Dazu zählt alles, von Griffgeräuschen, über Windrauschen, bis hin zu lauten Umgebungsgeräuschen.

14. Nimm immer die „Stille“ am Set auf.
Nimm an JEDEM Drehort mindestens eine Minute „Stille“ auf, ohne das jemand bewusste Geräusche macht. Natürlich ist es keine echte „Stille“, sondern die Geräuschatmosphäre an den jeweiligen Orten. Dieser „Geräuschteppich“ lässt den Schnitt weniger auffallen und kann helfen, ein realistisches Klangbild der jeweiligen Location wiederzugeben.

15. Kontrolliere immer den Ton, nachdem du aufgenommen hast.
Auch das kann man nicht oft genug sagen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn der Dreh gut geklappt hat und man erst Zuhause feststellt, das die Tonaufnahmen unbrauchbar sind.

16. Nutze die maximale Qualität der Aufnahmen aus.
Bei der Aufnahme sollte darauf geachtet werden, dass die Aufnahmeeinstellungen mindestens CD-Standard (44,1 kHz, 16 Bit, 2 Kanäle) haben. Außerdem empfiehlt es sich, den Ton unkomprimiert als wav-Dabei und nicht als MP3 aufzunehmen. Wer seine Aufnahmen unbedingt komprimieren möchte, kann das auch immer noch später tun.

17. Benutze Ton für einen besseren und flüssigeren Schnitt.
Mithilfe von Ton kann man Szenenübergänge erleichtern und Bilder flüssiger aneinanderschneiden. Zum Beispiel, wenn man Musik oder „Atmo“ (Atmosphärischer Ton) unter mehrere Bilder schneidet. Die Bilder wirken dann weniger aneinander geschnitten und fügen sich besser zusammen.

18. Bearbeite den Ton, damit er realistischer rüberkommt.
Denn der Zuschauer merkt sofort, wenn etwas mit dem Ton nicht stimmt. Meistens geschieht dies unbewusst. Zum Beispiel, wenn sich jemand in einer Kirche unterhält aber der Hall in der Aufnahme fehlt. Das Ergebnis: Die Aufnahme klingt unglaubwürdig. Deswegen gilt es den Ton auf „Realismus“ zu überprüfen und die Aufnahmen im Notfall mit Filtern zu bearbeiten.

19. Besorge dir immer alle Rechte für Ton und Musik.
Selbst die beste Tonaufnahme bringt nichts, wenn man sie nicht verwenden darf. Überprüfe deswegen immer vorher, ob du alle Rechte hast und die Tonaufnahmen/Musik auch verwenden darfst!

20. Mach keine Kompromisse, denn es ist dein Film!
Gehe keine Kompromisse ein, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Bevor du etwas machst, wovon du nicht einhundert Prozent überzeugt bist, nimm dir lieber die Zeit und mache es richtig. Es ist schließlich dein Film und dein Ergebnis!

Fazit

Bei der Produktion von Tonaufnahmen können viele Fehler gemacht werden.

Deswegen ist es besonders wichtig sich bereits von vor der Produktion mit dem Thema „Ton“ genauer zu beschäftigen und alles genau zu berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere die technischen Details, der Umgang mit der Technik und die möglichen Aufnahmeverfahren und ihre Unterschiede.

Wer diese Tipps beherzigt, vermeidet die typischen Fehler bei der Produktion von Tonaufnahmen und darf sich auf hochwertige und klangvolle Ergebnisse freuen.

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Daniel Negenborn
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Daniel ist Gründer und Autor von FilmMachen.de. Der gelernte Mediengestalter Bild und Ton studierte Regie für Film und Fernsehen und arbeitet seitdem hauptberuflich als Filmschaffender in Deutschland. Im Blog schreibt er über alles, was mit dem Filmemachen zu tun hat.

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1 Kommentar

  1. Daniel Koller am 16. Jan.. 2018 20:33

    hi, danke für die coolen Posts, die sind sehr hilfreich. Mache jetzt bald mit ein paar Freunden einen kleinen Kurzfilm und hab schon alle deine Beiträge durchgelesen!
    Nochmals Danke!
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel
    😀

    Antworten
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