Musikvideos sind heutzutage ein fester Bestandteil der Medienlandschaft und eröffnen vielfältige Unterhaltungs- und Vermarktungsmöglichkeiten für die Urheber. Umso wichtiger ist es, dass sich neue Musikvideos optisch und inhaltlich von den alten abheben und neue Stile einbringen. Nur so können sie eine große Aufmerksamkeit erreichen und einen Song oder Interpreten bekannter machen.

Ein gutes Beispiel für etwas “Neues” erschien 2012 mit dem Musikvideo Gangnam Style, welches bisher über 3,7 Milliarden Klicks erreicht hat.

Doch wie geht man nun an die Produktion eines Musikvideos ran? Um die wichtigsten Punkte nicht zu übersehen, haben wir 12 Tipps für bessere Musikvideos zusammengefasst. Nach dem 1. Teil von 12 Tipps für bessere Musikvideos (Tipp 1-6) geht es nun weiter mit Tipp 7-12.

12 Tipps für bessere Musikvideos – Teil 2

Tipp #7: Suche dir Kooperationspartner

Jeder wird irgendwann mal an den Punkt gelangen, an dem es erst mal nicht weitergehen kann. Ein Grund dafür könnte das fehlende oder unpassende Equipment sein.

Möglicherweise könnten du und dein Kooperationspartner beziehungsweise deine Kooperationspartnerin sich gegenseitig ergänzen oder zukünftige Projekte gemeinsam angehen. Es muss aber nicht nur das Equipment sein, mit dem ihr euch ergänzt. Es könnte beispielsweise auch die Themenfindung sein oder das Angebot, eine bestimmte Location nutzen zu können.

Tipp #8: Marketing und Promo (Social Media)

Was auf den ersten Blick aufwendig und kaum erfolgversprechend aussieht, könnte sich dennoch als perfekte Möglichkeit erweisen, um Marketing und Promo zu betreiben. Macht euch eure Outtakes zum Vorteil. Teilt diese auf diversen Social-Media-Kanälen mit euren Followern und seht zu, wie das viral geht.

Fragt außerdem Freunde und Bekannte, ob sie einen Teaser für das kommende Video bereits einige Tage vor dem Release in den sozialen Netzwerken, beispielsweise in der Story teilen.

Tipp #9: Rechtliche Umstände überprüfen

In der heutigen Zeit ist gerade das Recht am eigenen Bild ein heikles Thema. Lasst euch bestenfalls von alles Schaustellern und Personen, die in dem Musikvideo auftauchen, eine schriftliche Genehmigung geben, die besagt, dass diese damit einverstanden sind, dass sie in diesem Musikvideo auftauchen. Auch wenn ihr ausgewählt Produkte filmt und der Fokus drauf fällt, solltet ihr euch absichern.

Genau dasselbe gilt für die Location. Sollte es kein öffentlicher Ort, sondern eine Halle oder ein Studio oder Ähnliches sein, sichert euch von dem Verpächter die jeweiligen Rechte. Solltet ihr spezielle Fragen haben oder an einer Stelle nicht weiterkommen, empfehlen wir, eine auf Medienrecht spezialisierte Anwaltskanzlei aufzusuchen und dort die Antworten auf die offenen Fragen zu erhalten.

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Tipp #10: Die richtige Postproduktion

Ähnlich wie bei dem Editing ist die Nachbearbeitung enorm wichtig. Nehmt euch ausreichend Zeit, um das gefilmte Material zu sichten. Lasst im Hintergrund den Song laufen, damit ihr auch in der Postproduktion in dem Workflow bleibt, den ihr während des Filmens angenommen habt. Solltet ihr während der Nachbearbeitung ins Stocken kommen, dann macht eine kleine Pause oder fragt befreundete Filmemacher nach Unterstützung.

Außerdem gibt es zahlreiche, teils auch kostenlose Apps und Programme, die einem die Nachbearbeitung deutlich vereinfachen können. Besucht außerdem Plattformen wie YouTube und schaut Tutorials für das jeweilige Thema, um eure Fähigkeiten in der Nachbearbeitung auf ein neues Level zu heben.

Tipp #11: Sei flexibel, spontan und vorbereitet

Dieser Punkt bezieht sich gewissermaßen auf die Budgetplanung. Sollte sich herauskristallisieren, dass der Dreh zu kostenintensiv wird, überlegt an welchen Stellen man sparen kann. Muss es ausgerechnet die teure Location sein? Müssen so viele Schauspieler mitspielen? Brauchen wir den teuren Mietwagen? Und so weiter.

Sollte es zu unvorhersehbaren Veränderungen kommen, müsst ihr improvisieren. Wichtig ist, dass es nicht auffallen darf. Falls doch, sollte es wie ein gewolltes Stilelement wirken. Wie der Tipp schon sagt: Sei flexibel, spontan und vorbereitet. Steck nicht den Kopf in den Sand, wenn Kleinigkeiten daneben gehen beim Dreh. Mach das Beste draus und sei kreativ im Umgang mit den neuen Umständen.

Tipp #12: Inspiration finden

 Es klingt banal, aber sich im vornherein von anderen Filmemachern inspirieren zu lassen, könnte einem gerade bei der Ideenfindung durchaus weiterhelfen.

Es müssen nicht unbedingt Musikvideos sein, die einem die fehlende Inspiration bringen, sondern können dafür verschiedenste Videos helfen. Achtet auf den verwendeten Stil und die Stilmittel und überlegt, ob sie sich möglicherweise dafür anbieten, im nächsten Projekt aufgegriffen zu werden. Beachtet dabei bitte, dass eine Kopie dem Ganzen nicht gerecht wird. Erstens wollt ihr niemanden die Idee stehlen und zweitens sollt ihr selbst einen Stil entwickeln, der direkt mit euch in Verbindung gebracht werden kann.

Unabhängig davon könnt ihr eure Inspiration nicht nur in verschiedenen Videos finden. Achtet auf eure Umgebung und möglicherweise befindet sich eure Quelle der Inspiration direkt neben euch.

Fazit: Ein Musikvideo ist nicht einfach

Abschließend kann man sagen, dass bei der Entwicklung eines Musikvideos einige Dinge beachtet werden sollten, damit das Endresultat besser als ist als die meisten Musikvideos.

Einer der wichtigsten Punkte ist die genaue Planung. Inbegriffen sind Location, Budget, Schauspieler etc. Außerdem sollte man mit offenen Armen und Augen durch die Welt gehen und Kooperationen schließen und sich für neue Stile öffnen.

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