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Home»Kennst du schon...?»Kurzfilme»Rotkäppchen: Eine Erzählung von Blut und Tod

Rotkäppchen: Eine Erzählung von Blut und Tod

von Daniel Negenborn10. Sep.. 20136 Min. Lesezeit
Rotkäppchen: Eine Erzählung von Blut und Tod (2013)
© F. v. Bornstädt
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„Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der es nur ansah“ So beginnt es – das berühmte Märchen der Gebrüder Grimm. Eine Geschichte, die bereits oft für Film und Fernsehen umgesetzt wurde.

Doch in dieser neuen Erzählung von Blut und Tod läuft alles anders.

Mit Rotkäppchen – Eine Erzählung von Blut und Tod erscheint ein schockierender Genrefilm von Nachwuchsregisseuren aus Hannover und Hamburg. Ein Muss für alle Horror-Fans!

Rotkäppchen – Eine Erzählung von Blut und Tod

Nachwuchsfilmer Florian von Bornstädt schrieb das Drehbuch zu dem Horror-Kurzfilm und führte zusammen mit Martin Czaja Regie. Das Ziel: „Zu zeigen, das man mit Leidenschaft, Kreativität und harter Arbeit einen hochwertig produzierten Horrorfilm auf die Beine stellen kann.“

Gedreht wurde vom 01.07. – 05.07.13 in einem niedersächsischen Vorort von Hamburg. Doch vor dem Dreh galt es, unzählige Vorbereitungen zu treffen.

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Im Verlauf einer mehrmonatigen Planungszeit wurde ein erfahrenes Team auf die Beine gestellt. So konnte beispielsweise Sebastian Bock als Kameramann gewonnen werden, der seit 9 Jahren als freier Kameramann arbeitet. Als Schauspieler wurden Vivien Ciskowska, Cornelia Werner und Alexx Grimm gecastet. Doch worum geht es jetzt eigentlich in dem Kurzfilm?

Rotkäppchen – Filmhandlung

„Als Markus vor seinem Wohnhaus ein verdrecktes, obdachloses Mädchen entdeckt und es mit in seine Wohnung nimmt, ahnt seine Frau Annika schnell, dass mit diesem Mädchen etwas nicht stimmt.

Sie fühlt sich nicht wohl bei dem Gedanken, es eine Nacht in der Wohnung zu haben und soll schnell Recht behalten. Das Mädchen weiß Dinge über das Ehepaar, die es nicht wissen kann und sollte. Es beginnt ein unnatürliches Psychospiel, dass weit über Rationalität hinausgeht und schließlich blutig enden soll…“

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Woher kommt das Geld?

Wer einen Kurzfilm machen möchte, steht irgendwann vor der Frage der Finanzierung. Denn egal wie sehr man auch spart, irgendwas fällt immer an und ein gewisses Budget ist deswegen unumgänglich. Das wussten auch die Macher von Rotkäppchen – Eine Erzählung von Blut und Tod. Da bereits das gesamte Team ohne Bezahlung arbeiten sollte, entschloss man sich zu dem Versuch, eine errechnete Summe von 2000€ per Crowdfunding zu finanzieren. Und es klappte: Bei Startnext.de wurde von 43 Unterstützern eine Summe von 2125€ gesammelt. Davon wurde Catering, Maske und vor allem viel Kunstblut bezahlt.

Filmpremiere – Wann kann man den Film sehen?

Am Mittwoch, den 11.09.2013 wird der Kurzfilm zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammen mit drei anderen Kurzfilmen läuft der Film in Hannover im Kino am Raschplatz um 20:00 Uhr. Eintritt kostet 8€.

Da der Streifen zunächst für Festivals und Filmwettbewerbe gedacht ist, wird eine Veröffentlichung im Internet frühestens nächstes Jahr kommen. Bis dahin gibt es mit dem Trailer schon einen ersten Vorgeschmack!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

„Rotkäppchen: Eine Erzählung von Blut und Tod | Offizieller Teaser“ direkt öffnen

Im Interview: Regisseur Florian von Bornstädt

Florian von Bornstädt
Florian von Bornstädt

Florian von Bornstädt ist Regisseur und Drehbuchautor des Kurzfilms. Zusammen mit Martin Czaja stellte er das Projekt mitsamt Crowdfunding-Kampagne auf die Beine. Nun spricht er über die Idee zum Film, die Arbeit am Set und die angesteuerten Ziele.

Du warst schon immer ein begeisterter Filmfan, wie kam das?

Das kann man nicht klar definieren. Ich erinnere mich einfach nur daran, dass ich schon sehr lange filmbegeistert war. Ich schaute immer Filme und habe mir dann auch oft Making Of-Material angesehen, mich somit also auch stets für die Produktion und den Hintergrund eines Filmes interessiert. Und so wuchs eben die DVD-Sammlung stetig an.

Zu deinem neuen Film. Warum ausgerechnet Horror?

Zu allererst bin ich selbst ein großer Fan von Horrorfilmen und je mehr ich anfing mich für die Filmbranche zu interessieren, desto mehr fiel auf, dass Horrorfilme in Deutschland nicht wirklich vertreten sind. Deswegen hielt ich es für eine gute Möglichkeit mit so einem Kurzfilm einen kleinen Genrebeitrag zu leisten und eben auch für eine spätere Studienbewerbung eine Referenz zu haben, die nicht alltäglich ist.

Woher kommt die Idee zum Film?

In der ursprünglichen Fassung sollte „Rotkäppchen“ ein Teil eines Episodenfilmes bilden, was ich gemeinsam mit einem Bekannten realisieren wollte. Dieses Projekt stand jedoch mehr als zwei Jahre auf Eis, weswegen ich mich entschloss die ursprüngliche Geschichte zu nehmen und daraus einen eigenständigen Kurzfilm zu schreiben.

Der Fokus lag hierbei eine vermeintlich liebe, unschuldige Figur böse darzustellen. Das Motiv eines Märchens passte dazu nun auch zeitlich, da derzeit ja Märchenverfilmungen angesagt sind. Ich muss jedoch betonen, dass wir nicht das Originalmärchen mit Horrorelementen umgesetzt haben, sondern die Titelfigur und Elemente des Märchens eher als eine Art Metapher einbauen und nutzen.

Ihr habt am Set mit einem Kind gearbeitet. Wie ist das bei einem Horrorfilm? Auf was muss man achten?

Die Arbeit mit Vivien erwies sich als relativ unproblematisch. Wir hatten anfangs bedenken und ich auch viel Kopfschmerzen, weil wir erst einmal eine Arbeitsgenehmigung für sie beantragen mussten. Nachdem wir diese ohne weitere Komplikationen bekamen, mussten wir bei der Planung berücksichtigen, dass Vivien nur fünf Stunden am Set sein durfte und davon nur drei aktiv vor der Kamera stehen darf.

Bei einem Film, der von zwei recht großen Szenen und vielen kleinen mit ihr lebt hatte ich anfangs starke bedenken, ob das klappt. Aber es funktionierte durchaus gut – Vivien war sehr umgänglich, erwies Spielfreude und machte ihre Sache mehr als zufriedenstellend. Man hat einfach gemerkt, dass sie schon einige Dreharbeiten hinter sich hatte.

Was willst du mit deinem Film erreichen?

Hauptsächlich halte ich den Film für Referenzmaterial für eine Bewerbung auf mein Studium im Bereich Regie oder Drehbuch und auch für Martin Czaja, mein zweiter Regisseur, stellt dies eine Referenz dar.

Wir wollen nun Festivaleinreichungen abarbeiten und hoffen, dass wir einige Leute erreichen und vielleicht sogar überzeugen können. Wir arbeiteten auch bereits an englischen Untertiteln, da wir glauben, dass wir mit einem Genrefilm international gar nicht so schlechte Chancen haben.

Gibt es schon neue Projekte?

Ich habe im Kopf noch zwei weitere Kurzfilme im Stil von „Rotkäppchen“ zu schreiben und vielleicht auch selbst zu realisieren. Auch hier sollen Märchenelemente eingebaut werden und die Titelfiguren meist böse dargestellt werden.

Ein Drehbuch für „Schneewittchen“ ist bereits in Arbeit und fast alle aus dem Drehteam haben bereits ihr Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit ausgesprochen. Aber um die Frage kurz und knapp zu beantworten: Ja, es gibt schon neue Projekte.

Vielen Dank für das Interview!

Update 10.10.2013: Das Gewinnspiel für die DVD und das Filmposter von „Rotkäppchen – Eine Erzählung von Blut und Tod“ ist vorbei. Der Gewinner wurde per E-Mail informiert.

Artikelbilder: © Florian von Bornstädt

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Daniel ist Gründer und Autor von FilmMachen.de. Der gelernte Mediengestalter Bild und Ton studierte Regie für Film und Fernsehen und arbeitet seitdem hauptberuflich als Filmschaffender in Deutschland. Im Blog schreibt er über alles, was mit dem Filmemachen zu tun hat.

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