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Home»Film-Grundlagen»Bildgestaltung»360° Videos: Ein Überblick über die Entwicklung

360° Videos: Ein Überblick über die Entwicklung

von Benedikt Voigt8. Juni. 20206 Min. Lesezeit
Bild: KI (DALL·E / OpenAI)
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360° Videos zu drehen war noch nie so einfach. Heutzutage kann jeder mit einem geringen Budget eine technisch hochwertige Kamera zu kaufen, um dann mit dem nötigen Know-how ein spannendes 360° Video zu erstellen und auf verschiedensten Abnehmerplattformen seinem Zielpublikum zu präsentieren. Doch das benötige Know-How muss man sich erstmal aneignen.

In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die Entwicklung und Ursprünge von 360° Videos.

  1. 360° Videos: Ein Überblick über die Entwicklung
  2. 360-Grad Videos drehen: 8 Tipps für Einsteiger
  3. 5 einzigartige 360-Grad Filme, die man gesehen haben sollte

Die überraschend frühe Geschichte

Ungefähr in den 60er Jahren wurde der erste 360° Film gedreht. Doch bis der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, brauchte es eine lange Zeit. Zum einen lag es daran, dass den Filmemachern das nötige Geld gefehlt hat und zum anderen, weil es damals lediglich zwei 360° taugliche Kameras gab. Die ersten Kameras haben seiner Zeit über einer halben Tonne gewogen.

Heute ist das unvorstellbar. Doch wie werden die 360° Videos in Zukunft von der Zielgruppe aufgenommen? Wie so oft, gilt auch hier: „Man weiß nie, was die Zukunft einem bringt.“ Doch Fakt ist, dass es, genau wie bei den herkömmlichen Filmen, das Ziel ist, dass man sich stetig am Puls der Zeit orientiert und wächst. Wichtig ist aber, dass man langfristig gesehen den Zuschauer unterhalten kann und nicht langweilt. Die Technik kann sich noch so gut und weit weiterentwickeln, es bringt aber nichts, wenn die gezeigten Inhalte langweilig und uninteressant sind.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass dieses Medium noch nicht so verbreitet ist wie der herkömmliche Film und deswegen die Chance besteht das sich dieses Medium von selbst weiterentwickelt. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Plattformen, die einen bei der Veröffentlichung des 360° Videos unterstützen und ein unterschiedliches Zielpublikum ansprechen. Außerdem hat nahezu jeder die Möglichkeit, sich der neuen Herausforderung anzunehmen und darin Fuß zu fassen.

Entstehung der 360 Grad Videos

Ursprünglich stammt die neue Technologie aus der 360° Fotografie und wurde dann auf die Videografie übertragen. Sechs verschiedene Kameras, die in alle Himmelsrichtungen angeordnet sind und das gesamte Geschehen horizontal und vertikal aufnehmen, ermöglichen es einem, eine 360° Ansicht zu erleben. Wie bereits gerade erwähnt, existiert die Idee der 360° Videos schon seit den 60er Jahren. Doch den richtigen Durchbruch hatten die 360° Videos im Jahre 2016.

Verschiedenste Plattformen haben sich der 360° Videos angenommen und jeder konnte sie dort veröffentlichen. Vorreiter der Nutzungsplattformen sind Facebook und YouTube sowie diverse eigene Internetseiten. 360° Videos wurden zu Marketingzwecken sowie zu Unterhaltungszwecken verwendet und produziert.

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Welchen Nutzen hat es?

Ein bedeutsamer Nutzungsbereich, der sich in der letzten Zeit sehr rasant weiterentwickelt, ist die Bildungsbranche. Der Nutzer kann heutzutage bereits mit dem Smartphone in die digitale Welt eintauchen und so durch das Umsehen durch Kopfbewegungen die digitale Welt erleben. Wie aber soll das sinnvoll für die Bildungsbranche sein? Es ist bekannt, dass der Mensch durch persönliche Erfahrungen beziehungsweise durch das Miterleben eines Geschehens, besser und effektiver lernt. Jeder Mensch lernt auf seine eigene Art und Weise, doch einige Studien beweisen, dass das aktive Lernen, sprich Lernen in Verbindung mit der Virtual Reality oder den 360° Videos im Durchschnitt deutlich effektiver und sinnvoller sind als das klassische passive Lernen.

Gerade Bildung und Ausbildungen können dem Schüler oder Auszubildenden mit der neuen Technologie quasi hautnah erlebbar werden. Grob gesagt gibt es drei verschiedene Nutzungsbereiche in der Bildung. Der erste Bereich ist die sogenannte „Immersion“. Die Immersion beschreibt das Eintauchen des Zuschauers mit einer VR-Brille in die digitale Welt. Im Grunde genommen zeigt die Immersion eine einfache statische Filmaufnahme mit 3D-Abbildungen, welche bereits mit relativ leichten Mitteln eine höhere und bessere Aufnahmespanne des Zuschauers gewährleistet. Der zweite Bereich ist das Raumeffekt-Video. Die Raumeffekt-Videos zeigen das Erlebnis im Raum. Hier kann sich der Nutzer frei im Raum, sprich im Raum der virtuellen Realität, bewegen.

© KI-Bild (DALL·E / OpenAI)

Im Vergleich zur Immersion spielt hier das räumliche Umfeld eine deutlich größere Rolle, denn so können beispielsweise nicht nur ganze Räume, sondern auch Häuser, Etagen oder gar Städte betrachtet werden. Der letzte große Bereich des Bildungsnutzens beschäftigt sich mit den 3D-Animations-Videos. Hierbei handelt es nicht mehr um die 360° Videos, sondern um eine digitale Umgebung, die künstlich erschaffen worden ist. Sinnvolle Anwendungsbereiche sind gerade die wissenschaftlichen Branchen, wie zum Beispiel Medizin, Astronomie oder auch Biologie.

Ein weiterer Nutzungsbereich der 360° Videos ist der Bereich des Online Marketings. Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten diese Technologie einzusetzen und sich diese selbst als Unternehmen zum Vorteil zu machen. Es ist möglich 360° Bilder, 360° Videos oder ganze Rundgänge aufzunehmen. So erzeugt man nicht nur ein aufregendes Erlebnis für den Zuschauer, sondern auch einen Wiedererkennungswert des Unternehmens, denn ein solches Erlebnis bleibt im Kopf. Der Zuschauer ist mittendrin anstatt nur dabei.

Unterschied zwischen 360° Videos und Virtual Reality

In vielen Fällen werden 360° Videos mit Virtual Reality über einen Kamm geschoren, doch 360° Videos und die Virtual Reality sind zwei verschiedene Dinge. Es gibt zwar einzelne Punkte, in denen sie sich überschneiden, jedoch sind sie nicht gleich. Bei einem 360° Video kann der Nutzer einen reellen Ort betrachten und sich von einem Standort aus in alle Richtungen, sprich in 360° umsehen.

In der virtuellen Realität kann der Betrachter aktiv in der fiktiven Welt herumlaufen und mit den Gegenständen vor Ort interagieren. Virtual Reality wird vermehrt in den Bereichen der Videospiele und Therapien genutzt, da diese auf fiktive und mit dem Computer generierten Inhalten basiert. Einer der auffälligsten Unterschiede besteht also darin, dass die virtuelle Realität, wie der Name bereits verrät, eine fiktive virtuelle Welt zeigt, wobei die 360° Videos hingegen reelle Gebäude, Städte oder andere Szenarien zeigen.

Sowohl Virtual Reality als auch 360° Videos haben ihre Vor- und Nachteile. Bekanntlich muss jeder selbst entschieden, für was man sich entscheidet, jedoch ist es in einigen Bereichen sinnvoll auf 360° Videos zurückzugreifen und in anderen Bereichen eher weniger.

Ein Vorteil der 360° Videos sind einerseits die geringen Produktionskosten und andererseits die breite Zielgruppe. Außerdem ist es sehr einfach seine 360° Videos auf dem Markt zu etablieren und ein großes Publikum anzusprechen.

 

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Benedikt Voigt

Benedikt Voigt unterstützt FilmMachen.de durch seine Fachkompetenzen im Bereich Video-Marketing, Social Networking und zeitgemäßer Medienstrategien. Seine Leidenschaft für Filme äußert sich vor allem bei Online-Medien und Videos.

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