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Home»Technik»Kamera»Filme mit dem Smartphone drehen: 10 Tipps für bessere Handy-Filme

Filme mit dem Smartphone drehen: 10 Tipps für bessere Handy-Filme

von Benedikt Voigt24. Feb.. 20207 Min. Lesezeit
© JulyPI / Depositphotos.com
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Wer mit dem Smartphone einen Film drehen will, dem bieten sich heute mehr technische Tools als je zuvor: Smartphone Kameras drehen in FullHD oder 4K, 120fps sind kein Problem mehr und man hat das Smartphone schließlich immer dabei.

Aber dennoch gibt es einige wichtige Tipps, die man beachten sollte, wenn man nicht nur irgendein beliebiges Video filmen möchte. Denn mit einigen kleinen Tricks kann man auch das Smartphone zu einer wirklich guten Filmkamera machen.

  1. Einen Film mit Smartphone drehen: 10 gute Gründe
  2. Filme mit dem Smartphone drehen: 10 Tipps für bessere Handy-Filme
  3. Die 10 besten Android-Apps für Filmemacher
  4. Die 10 besten iOS-Apps für Filmemacher
  5. Die 5 größten Smartphone-Filmfestivals
  6. Die 6 besten Bücher zum Filme drehen mit dem Smartphone
  7. 5 Smartphone-Filme, die man kennen sollte

Tipp 1: Das richtige Smartphone

Wer einen Film mit dem Smartphone drehen möchte, sollte sich vorher genau mit dem Thema auseinandersetzten. Dazu gehören vor allem die grundlegenden Aspekte der Bildgestaltung wie z.B. Kadrierung, Format, Fokus, Blende, Belichtung, ISO und natürlich die Auflösung. Denn erst wenn man sich einen Überblick über die wichtigsten technischen Grundlagen verschafft hat, kann man bewusste kreative Entscheidungen treffen. Doch nicht jedes Smartphone bietet alle dieser technischen Möglichkeiten.

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Daher gilt: Man sollte sich bewusst werden, auf welche visuelle Art man seine Geschichte erzählen möchte und dann passenderweise das richtige Gerät dazu wählen. Soll dein Film beispielweise in 4K aufgenommen werden oder legst du eher Fokus auf Zeitlupenaufnahmen. Je nach Fokus eignet sich das eine Smartphone besser als das andere. Im zweiten Teil dieser Artikelreihe stellen wir die Top 10 Smartphone-Kameras 2020 vor.

Tipp 2: Automatik aus!

Smartphones belichten von alleine und stellen die Schärfe flexibel nach. Das mag oft praktisch sein, doch nicht immer weiß die Kamera am besten, was im Bild sein soll. Belichtung und Fokus lassen sich aber feststellen. Bei den meisten Smartphones reicht es, länger auf den Bildschirm zu tappen und die Sperre tritt in Kraft. Im Einzelfall unterscheiden sich die Einstellungsmöglichkeiten je nach Erscheinungsjahr und Modell.

Generell gilt: Man sollte immer zunächst das Bild einrichten und dann aufnehmen. Einen Film mit dem Smartphone drehen ist einfacher, wenn das Smartphone nicht macht, was es für richtig hält.

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Tipp 3: Schreiben, drehen, schneiden

Filme werden drei Mal geschrieben. Beim Schreiben oder Planen, beim tatsächlichen Dreh und beim Schneiden. Entsprechend sollte man, wenn man einen Film mit dem Smartphone drehen möchte, jeder Phase die nötige Beachtung schenken. Eine gute Planung erleichtert das Drehen, ein Dreh mit genügend Material und mehreren Alternativen erleichtert den Schnitt und ein Schnitt kann einen Film kurz und unterhaltsam halten.

Tipp 4: Gewählte Einstellungsgrößen

Um einen Film mit dem Smartphone drehen zu können, der auch den Regeln richtiger Filme „gehorcht“, gelten einige Basics. Zu wilde Schwenks und Bewegungen der Kamera sind tabu. Die meisten Einstellungen in Filmen sind entweder statisch oder folgen den Figuren. Ein hin und her zwischen Schauspielern ist eher unüblich, solche „Bewegungen“ werden im Schnitt gelöst. Tipp: Beschäftige dich mit den verschiedenen Einstellungsgrößen und löse deine Bilder (Szenen) in verschiedene Einstellungsgrößen auf.

In unserem Artikel über die Einstellungsgrößen findest du weitere Infos zu dem Thema.

Tipp 5: Horizontal statt vertikal

Wenn man für Snapchat filmt oder ein kurzes Videogespräch hat, dann ist das Telefon im Portraitmodus schon praktisch. Um einen Film mit dem Smartphone drehen zu können, sollte es aber horizontal gehalten werden. Filme sind ein horizontales Medium, im Kino und auch auf YouTube. Das ist eine einfache Grundregel, doch die Filme sehen dadurch einfach besser aus. Klingt zwar logisch, wird aber leider immer noch oft falsch gemacht.

Tipp 6: Stabilität

Eine Kamera wackelt immer, wenn sie nicht auf dem Stativ steht oder fixiert wird. Je kleiner die Kamera ist, desto zitteriger werden dabei die Bilder. Das ist natürlich bei einem Smartphone ein Problem. Zwar gibt es einige praktische Stative fürs Smartphone, doch in der Regel wird mit dem Handy aus der Hand gedreht. Um das Smartphone ruhiger zu halten, sollte es immer mit beiden Händen gehalten werden. Die Arme sind angewinkelt und die Ellbogen am Körper oder abgestützt.

Zusätzlich zu einem Stativ lohnt sich ein Gimbal für richtig ruhige und bewegte Bilder. Für etwa 100 – 150 € findest du Gimbals, die dein Handy in drei Achsen stabilisieren. Das ist bei jeder Videoaufnahme ein unglaublich beeindruckender Unterschied, der noch beeindruckender wird, wenn man es im Anschluss per Software weiter bearbeitet.

© Rawpixel / Depositphotos.com

Tipp 7: Zeit und Überhang für den Schnitt

Die gespielte Handlung innerhalb eines Filmclips beginnt nicht sofort wenn der Auslöser betätigt wird, sondern erst kurz danach. Die Kamera läuft immer etwas vor der eigentlichen Aktion um die Klappe aufzuzeichnen und die Bild- und Einstellungsnummer bildlich festzuhalten und bleibt auch direkt nach der Handlung noch etwas an. Diese Enden (umgangssprachlich auch „Fleisch“ genannt) lassen sich später immer noch entfernen, ermöglichen jedoch etwas mehr Spielraum im Schnitt.

Genau dafür gibt es an Filmsets feste Kommandos. Bei „Ton ab“ wird der Ton gestartet, die Klappenaufschrift laut vorgetragen (z.B. Kamera A, 4, 6 die Zweite. Dann wird die Kamera eingeschaltet, die Klappe wird geschlagen und bei „Und …Bitte“ (oder „Action“) beginnen die Schauspieler zu spielen und bei „Danke Aus“ (oder „Cut“) wird die Kamera wieder ausgeschaltet.

Dadurch werden zwar alle Clips etwas länger als nötig, aber eine Schnitt-App kann dieses Problem wieder lösen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, etwas zu viel als etwas zu wenig Material zu haben. Denk vor dem Filmen an den Schnitt.

Tipp 8: Niemals zoomen

Noch ein wichtiger Tipp zum Abschluss: Niemals zoomen! Auch wenn manche Handys optischen Zoom haben, der Effekt wirkt immer sehr ruckelig / stufenhaft. Oft wird sogar nur ein digitaler Zoom verwendet, den du in der Postproduction deutlich besser hin bekommst, als du es mit dem Handy jemals schaffen wirst. Dazu kommt der Faktor, dass die unterschiedlichen Optiken in einer Handykamera sich beim Look gerne unterscheiden. Plötzlich wirken Farben anders oder die Schärfe wird anders gelegt. Mach hier lieber einen Schnitt und gehe näher an den gewünschten Bildausschnitt.

Tipp 9: Der Ton macht die Musik

Die meisten Smartphones verfügen leider über schlechte Mikrofone, die sich zwar gut für Telefonate eignen, für Filmton allerdings ungeeignet sind. Oft sind Störgeräusche zu hören. der Frequenzbereich ist stark eingeschränkt und ein hohes Grundrauschen trägt zum schlechten Ton bei. Wer einen Film mit dem Smartphone drehen will, sollte also über eine externe Aufnahmemöglichkeit, z.B. mit einem Rekorder nachdenken.

Alternativ dazu gibt es auch externe Mikrofone, die man an manche Smartphones anschließen kann. Egal wie man sich mit dem Thema auseinandersetzt, die Hauptsache ist, dass man es tut. Keiner möchte viel Arbeit in seinen Film gesteckt haben, um dann beim Schnitt festzustellen, dass er aufgrund des schlechten Tons das Material wegschmeißen/neu drehen muss.

Tipp 10: Die richtige App

Bei „richtigen“ Kameras hast du unzählige Einstellungsmöglichkeiten wie ISO, Farbeinstellungen oder Verschlusszeit. Das ist bei den wenigsten Handys der Fall (auch wenn es Ausnahmen gibt). Mit div. Apps hast du die Möglichkeit, diese Einstellungen auch am Handy vorzunehmen. Du findest auch günstigere Lösungen, hier empfiehlt es sich die verschiedenen Apps einfach auszuprobieren. Bis zu einer Stunde nach Appkauf kann man den Kauf bei Android-Geräten rückgängig machen. Wie es bei Apple funktioniert, kannst du ganz einfach bei iphone-tricks.de erfahren.

Filme mit dem Smartphone drehen – Fazit

Filme mit dem Smartphone drehen ist heutzutage einfacher als je zuvor. Noch vor zehn Jahren wäre es kaum denkbar gewesen, in so guter Qualität digital zu filmen. Darum lohnt es sich, das Smartphone zu meistern und einige klassische Filmregeln zu beachten.

Denn alleine ist die beste Technik auch keine Garantie für ein Meisterwerk.

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Benedikt Voigt

Benedikt Voigt unterstützt FilmMachen.de durch seine Fachkompetenzen im Bereich Video-Marketing, Social Networking und zeitgemäßer Medienstrategien. Seine Leidenschaft für Filme äußert sich vor allem bei Online-Medien und Videos.

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