Bewegte Bilder sind deutlich erfolgreicher als bloße Fotos. Das macht sich vor allem in den sozialen Netzwerken bemerkbar. Bei YouTube, der größten Plattform für privat produzierte Videos, werden heute in der Minute 60 Stunden Film-Material hochgeladen. Angesehen werden dort am Tag über 4 Milliarden Beiträge.

Worin liegt der Erfolg dieser Filmemacher? Und wie kann mit den eigenen Videos so viel Geld verdient werden, dass es zum Leben reicht? Diesen Fragen werde ich in diesem Artikel nachgehen.

Videokonsum in Deutschland nimmt zu

Bitcom, der Branchenverband, stellt immer wieder fest, dass die Zahl der bewegten Bilder und deren Konsum in Deutschland stetig steigt. Da liegt die Idee, seine Filme kommerziell auszuspielen, nah. Gerade bei Hits im Bereich Social-Media gilt es allerdings kontinuierlich guten Content zu liefern.

Nur so kann ein Video auch viral gehen – das ist dann der Jackpot für alle, die mit Werbeanzeigen Geld verdienen. Doch gehen wir nochmal einen Schritt zurück.

Arbeiten überall

Der größte Anreiz mit seinen Filmen seinen Unterhalt zu bestreiten, ist wohl die damit verbundene Freiheit. Viele Produzenten können heute als sogenannte digitale Nomaden arbeiten. Das heißt, dass sie nur mit Kamera, Laptop und einem Internet-Anschluss von überall auf der Welt Geld verdienen können. Wichtig ist dabei natürlich eine sorgfältige Organisation. Darunter fallen auch Aspekte wie das flexible und am besten mobile Rechnungsschreiben. Programme wie dieses hier ermöglichen das.

Wie wird mit Filmen Geld verdient?

Wenn es um große Produktionen für das Kino geht, liegt das eigentlich auf der Hand. Kinofilme verdienen ihr Geld über die Einnahmen an der Kasse. Bei Videos, die im Netz verbreitet werden, sieht es anders aus. Hier rollt der Rubel direkt und indirekt. So kann der einzelne Film über davor und darin ausgespielt Werbeanzeigen Gewinne erzielen.

Plattformen wie videofy.me oder catainad.com rechnen diese Einnahmen nach der TKP-Abrechnung ab. Diese bezieht sich auf die Anzahl der Aufrufe und die Abspieldauer der einzelnen Videos. Indirekt lassen sich Werbeeinnahmen auch so generieren:

Anzeige

  • Eigene Produkte oder Leistungen vorstellen
  • Referenzen aufzeigen
  • Aktuelle Aktionen publik machen

YouTube, die Geld-Maschine?

Immer mehr sogenannte Influencer verdienen viel Geld online mit ihren Videos. So scheint es zumindest. Gerade die Plattform YouTube ermöglicht es jedem, der einen Film hochlädt, Werbeanzeigen zu schalten. Mit dem YouTube Partnerprogramm, das den Nutzer in verschiedene Levels der Bekanntheit einteilt, erschließen sich die verschiedenen Möglichkeiten. Benötigt wird dazu außerdem ein AdSense-Konto, über das die Inhalte verwaltet werden. Die Videos können dann außerdem in den eigenen Blog oder die Website eingebunden werden.

Affiliate-Links einbauen

Diese Verlinkungen werden direkt in einem Video platziert. Google selbst bietet die Möglichkeit, Anmerkungen – auch Links – in Filmen einzubauen. Zwar ist diese Form der Werbung immer wieder in der Diskussion, allerdings benutzen viele erfolgreiche YouTuber Affiliate-Links. Generell gilt, wenn diese Form von Verlinkungen genutzt wird:

  • Hochwertiger Content
  • klare Kennzeichnung
  • Mehrwert für den Zuschauer

Wer mit Videos Geld verdient ist buchhaltungspflichtig

Wichtig ist, dass wer mit Filmen online Geld verdient, eine saubere Buchhaltung führen muss. Wer das im Hinterkopf behält, ist schon einmal auf dem richtigen Weg. Wer schon gewisse betriebswirtschaftliche Fähigkeiten mitbringt ist zudem klar im Vorteil.

Rechnungsprogramme, Auftragserfassung und so weiter – das alles ist für eine ordnungsgemäße Abrechnung und schlussendlich die Steuererklärung wichtig. Hilfe bieten da spezielle Softwarelösungen. Auch eine Meldepflicht beim Finanzamt besteht, egal ob als Freiberufler oder Kleinunternehmer.

Die Tücken der Branche: Video-Piraterie

Natürlich fallen Filme ebenfalls unter das in Deutschland geltende Urheberrecht. Wer selbst bewegte Bilder erstellt, sollte hierauf achten:

  • Persönlichkeitsrechte Anderer
  • Musikeinbindung nur mit Urheberrecht
  • Fotos, Logos und fremde Videos nicht einbinden

Viele Plattformen prüfen mittlerweile vor Veröffentlichung, ob etwaige Verstöße vorliegen. Im Zweifelsfall wird der Inhalt nicht veröffentlicht oder Werbeanzeigen können nicht ausgespielt werden. Wer hier auf der sicheren Seite sein möchte, klärt die Nutzungsrechte vorher mit dem Urheber ab.


Foto: © gnepphoto / shutterstock

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